Willkommen: Migranten bei der Feuerwehr

Berlin – Um die Mitgliederzahlen in den freiwilligen Feuerwehren Deutschlands wieder auf solidere Beine zu stellen, hat der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) eine neue Werbekampagne ins Leben gerufen. Ziel sind Bürger mit Migrationshintergrund. Bei ihnen soll das Interesse am ehrenamtlichen Engagement in einer Feuerwehr geweckt werden. Zeitgleich will man auch Präventionsarbeit leisten.

DFV-LogoDas Konzept der Kampagne sieht eine dreigeteilte Informationsstruktur vor. Die Migranten sollen als erstes das System der Feuerwehren in Deutschland kennenlernen. In anderen Ländern ist der Aufbau des Brandschutz- und Hilfeleistungssystems teilweise ganz anders wie hier zu Lande. Das hier hohe entgegengebrachte Vertrauen in die Einsatzkräfte ist dort nicht selbstverständlich.

Die Engagementförderung ist der zweite Bereich der Initiative. Den Zuwanderern und deren Nachkommen sollen die Möglichkeiten aufgezeigt bekommen, die ihnen eine Feuerwehr bieten kann um sich in ihrem sozialen Umfeld zu engagieren. Ausländer sollen dabei keine Lückenbüßer des demographischen Wandels sein. Es soll vielmehr eine längst überfällige Selbstverständlichkeit sein, dass Menschen mit Migrationshintergrund die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren bereichern.

Präventionsmaßnahmen sind der dritte Punkt in der vom DFV-Fachberater für Integration, Orhan Bekyigit, vorgestellten Kampagne. Über das richtige Verhalten im Brandfall und die Notwenigkeit von Rauchmeldern soll ebenfalls berichtet werden.

Um die Aktion auch wirksam bewerben zu können, stellt der DFV ein Werbemittelpaket mit Plakaten, Flyern, Aufklebern und Arbeitsheften zur Verfügung die an einen bundesweiten Verteiler verschickt wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.112-willkommen.de und www.facebook.de/112willkommen

 

7 Kommentare zu “Willkommen: Migranten bei der Feuerwehr”
  1. Halte ich absolut für sinnvoll. Oft genug kommt es zu Einsätzen wo es auch zu sprachlichen Problemen kommt. Ausländische Kameradinnen und Kameraden könnten da deutliche Abhilfe bieten. Und schliesslich zählt bei der Feuerwehr Leistungswille und die Bereitschaft zu Helfen und nicht wo man herkommt oder ob man Arm oder Reich ist. Beste Grüsse

  2. Ja das ist ne tolle Sache das die sich auch mal nützlich machen ! Aber man sollte auch darauf achten das sie fliesend Deutsch sprechen ! Es wär nicht gut wenn es bei Ausbildung oder Einsätzen zu diesen sprachlichen Problemen kommt !

  3. Na da sind wir bei uns aber ganz weit von entfernt.
    Da wird man nicht erleben, dass da irgendjemand freiwillig einen Finger krumm macht. Ganz im Gegenteil. Wir haben direkt gegenüber des Gerätehauses mehrere Wohnblöcke, die zu 95% von “Migranten” bewohnt sind. Da muss man aufpassen, wo in der Silvesternacht die Raketen in der Halle einschlagen und ob man auch wirklich sein Auto abgeschlossen hat, nachdem man es vorm Gerätehaus abgestellt hat. Ist ja viel gemütlicher vom Balkon aus Mist zu machen als selbst anzupacken. So die Erfahrung bei uns!

  4. V.Clemens

    @Steffan Haschke: Ich glaube nicht, das ein FW-Mann, der aus Oberbayern stammt, sich an einem FW-Stammtisch in Friesland artikulieren kann.

  5. Christian

    @V.Clemens: Und wenn man sich die Kommentare hier oder in diversen anderen Feuerwehrforen ansieht, dann ist das nicht-beherrschen der deutschen Sprache offensichtlich kein Kriterium gegen die Mitgliedschaft in der Feuerwehr (das gillt übrigens anscheinend auch für die BF!!!).

    @G.V.: Und, wie oft habt ihr eure Nachbarn schon mal eingeladen um euch besser kennenzulernen? Abgesehen davon: Ich behaupte freiwilliges Engagament ist eher Abhängig vom sozialen Status und Bildungsstand als von der Herkunft!!

  6. @v.Clemens: das ist auch nicht das Problem. Hauptsache die Bayern oder Friesländer können sich untereinander unterhalten. Wir z.B. haben einen türkischen Hausmeister ( Das Feuerwehrhaus gehört der Gemeinde und er ist dort angestellt ) und das ist schon schwierig genug. Wenns mal ins Detail geht muss immer seine Tochter dolmetschen – die spricht fliesend Deutsch. Im Einsatz würde das nicht gehen. Ich sehe aber auch den Vorteil von Migranten bei der Feuerwehr, wenn man beim Einsatz mit nicht deutschsprachigen zu tun hat. Hat sich bei unseren Nachbarn schon bewährt. Die hatten einen Einsatz bei einem Unfall mit 4 verletzten Türkinnen. Ein türkischstämmiger Feuerwehrmann konnte die Verletzten problemlos befragen und so heraus bekommen was ihnen weh tut.

  7. Corrado

    Hallo zusammen,
    ich selber bin Sohn eines Gastarbeiters und seit 1982 in der Freiwilligen Feuerwehr unserer Gemeinde tätig.
    Integration gibt es nicht seit heute.

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