Sonntag, 20. August 2017

Wieder Kameraden als Brandstifter überführt

14. Oktober 2010 von  

Schlotheim (TH) – Zum dritten Mal binnen weniger Wochen hat die Polizei Einsatzkräfte einer freiwilligen Feuerwehr als Brandstifter überführt. Drei Feuerwehrleute aus dem thüringischen Schlotheim (Unstrut-Hainich-Kreis) sollen in den vergangenen Monaten mehrfach Brände gelegt und Fehlalarme verursacht haben. Bei einem der Brände entstand Millionenschaden.

Diesen folgenschwersten Brand haben zwei 19-Jährige im Januar verursacht. Im Gewerbegebiet zündeten sie eine mit mehreren tausende Strohballen gefüllte Lagerhalle an, auf deren Dach sich auch noch eine Photovoltaikanlage befand. Nach Angaben der Polizei entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Millionen Euro. Die Löscharbeiten – bei bis zu minus 20 Grad Celsius – beschäftigten zahlreiche Feuerwehren aus dem Kreisgebiet über mehrere Tage.

Ein weiterer 20-Jähriger soll – teilweise mit den 19-Jährigen gemeinsam – diverse kleinere Brände gelegt haben. Die Kriminalpolizei Mühlhausen hatte die drei mutmaßlichen Täter ermittelt, nachdem sie wegen der Feuer und mehrerer Einbrüche eine Arbeitsgruppe gebildet hatte. Auch die mutwillige Auslösung von Sirenen fällt in die kriminelle Serie.

Die Beamten geht davon aus, dass die drei Einsatzkräfte „übermotiviert“ waren und sich mehr Einsätze für ihre Feuerwehren wünschten. In den vergangenen Wochen waren bereits in Pleckhausen (RP) und Bremen Feuerwehrleute als Brandstifter ermittelt worden.

Kommentare

1 Kommentar zu “Wieder Kameraden als Brandstifter überführt”
  1. Christian sagt:

    Sollte man da noch in der Titelzeile das Wort „Kamerad“ verwenden? Es gibt Grenzen für alles. Und mit Brandstiftung stellt man sich ganz sicher ausserhalb der Gemeinschaft und verspielt jedes Recht noch Kamerad genannt werden zu dürfen.

    Sicher – „Feuerwehr-Mitglied“ klingt ungelenk, vor allem in einem Nachrichtentitel. Aber unterschwellig trägt doch gerade das Wort „Kamerad“ nach aussen, daß sich die Feuerwehrmitglieder immernoch solidarisch mit den Brandstiftern erklären. Ein gefährliches Mißverständnis.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!

'; } ?>