Freitag, 9. Dezember 2016

Wenn Facebook und Co zum Problem werden

2. Dezember 2014 von  

Bad Fallingbostel (NI) – „Wie kann man es verhindern oder eingrenzen, dass bevor offizielle Berichte veröffentlicht werden, Bilder und Details zu den Einsätzen beispielsweise bei Facebook in Umlauf gebracht werden?“ Dieser Fragestellung Feuerwehrpressesprecher aus dem Heidekreis bei einer Fortbildung nach. Eine Arbeitsgruppe soll hierzu nun Lösungsansätze erarbeiten.

Den Pressesprechern brennt das Problem der „vorschnellen Informationsstreuung in sozialen Netzwerken“ unter den Nägeln. Bei der Fortbildung im Feuerwehrhaus in Bad Fallingbostel brachten sie das heikle Thema zur Sprache. Ihnen war ein Fall bekanntgeworden, bei denen Angehörige eines Verunfallten von dem Schicksalsschlag bei Facebook erfuhren, ehe ihnen die Polizei die schlimme Nachricht schonend überbringen konnte. „Sowas muss unterbunden werden können“, so die einhellige Meinung. Doch eine Patentlösung hatten die Kameraden spontan nicht parat. Ein Gremium will sich der Thematik nun widmen. Der Pressesprecher des Heidekreises, Andreas Pütz, hat hierfür den Vorsitz übernommen.

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Die beiden stellvertretenden Kreisbrandmeister, Thomas Ruß und Richard Meyer, bedankten sich für die Arbeit der Pressesprecher und betonten die Wichtigkeit der Presse-Funktionäre. „Als Einsatzleiter ist man immer froh wenn man euch als Sprachrohr vor Ort hat und ihr uns die Arbeit mit den Medien abnehmt“, so Meyer.

Fortbildung der Feuerwehrpressesprecher im Heidekreis. Foto: Thomas Bösewill/Feuerwehr

Doch die beste Pressearbeit wird zu Nichte gemacht, wenn die Medien der Feuerwehr nicht wohlgesonnen sind. Jens Führer, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Abschnitt Süd, nannte hier als Negativbeispiel den Brand im Feuerwehrhaus Suderbruch. Eine Zeitung „denunzierte“ danach die Feuerwehren im ländlichen Bereich (feuerwehrmagazin.de berichtete). „Da können wir noch so gute Arbeit machen, wenn einer schlecht darüber schreiben will dann tut er dies“ so Führer. (Foto: Thomas Bösewill/Feuerwehr)

Kommentare

4 Kommentare zu “Wenn Facebook und Co zum Problem werden”
  1. Jan sagt:

    Die Aufklärung in den Wehren ist dabei das A und O nicht nur die rechtliche (Datenschutz etc) sondern auch dass diese Meldungen selbst wenn sie gelöscht wurden teilweise Stunden lang für andere sichtbar bleiben (habe ich selber schon erlebt). Man kann leider wenn eine Nachricht erstmal online ist/war und evtl sogar geteilt oder Fotografiert (z.B. Screenshot)wurde deren Verlauf nicht bzw nur schwer beeinflussen, selbst als Statusersteller.

  2. Tatjana Schmitt sagt:

    Hier im Hochtaunuskreis ist die örtliche Zeitung über Facebook sehr schnell und teilt dort Bilder von Unfallgeschehen, etc. Wir Wehren sind da relativ gut aufgestellt, leider können wir der Presse nichts unterbinden.

  3. Hermann sagt:

    Das eine gewisse Informationsflut in den Soz.Netzwerken zunimmt ist nicht zu übersehen. Dennoch sollten wir gelassen mit dieser Tatsache umgehen.
    Und wenn wir uns schon damit befassen,ist dies in ERSTER Linie Aufgabe der FEUERWEHRFÜHRUNG.Zudem sollten Einsatzleiter genau darauf achten das ihre Pressesprecher bei der Berichterstattng nicht zuviel Eigendynamik entwickeln. ( Wir sind keine Presseagentur.)
    AKTUELLE Infos in entsprechenden Internetportalen stammen in erster Linie von Augenzeugen bzw.zufällig anwesenden Personen. Ich wüßte kaum eine Möglichkeit das wirkungsvoll einzugreifen.( Ist auch nicht Aufgabe der Feuerwehr.)Dann gibt es noch die Pressefreiheit mit einer Informationspflicht! Die Rufnummern entsprechender Agenturen stehen auf deren Seiten und werden sicher auch genutzt. Also alles mit Augenmaß und nicht mit erhobenem Zeigefinger. Sonst heißt es noch öfter. Die Feuerwehren: RETTEN,LÖSCHEN,BERGEN,KNIPSEN! Und das betrifft uns alle!!

  4. Andreas B. sagt:

    Bei uns gibt es eine Dienstanweisung die das Veröffentlichen unterbindet bzw. sogar verbietet.

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