Dienstag, 25. Juli 2017

Verletzte auf Nordsee-Fähre: 250 Kräfte im Einsatz

Aurich (NI) –  In der Nordsee zwischen Norddeich und den Inseln Norderney und Juist kollidierte ein Seeschiff mit einer Fähre. So war das Szenario einer groß angelegten unangekündigten Alarm-Übung des Havariekommandos und der Rettungskräfte des Landkreises Aurich. Insgesamt 250 Einsatzkräfte stellten die nahtlose Hilfeleistung auf See und an Land sicher.

Ziel der Übung war „die Abstimmung zwischen den Rettungsdienststrukturen auf See und an Land zu trainieren. Der Schwerpunkt lag dabei in der Kommunikation sowie der Übergabe und Weiterversorgung der Verletzten“, erklärte Yvonne Blunk, Fachbereichsleiterin für Verletztenversorgung und Brandbekämpfung, vom Havariekommando.

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Aus einem Hubschrauber von Wiking werden Rettungskräfte auf die havarierte Fähre Frisia IX abgesetzt. Foto: Olaf Preuschoff

60 Menschen verletzten sich bei der angenommenen Kollision. Das Havariekommando übernahm die Gesamteinsatzleitung für den Seeunfall und brachte alarmierte zwei Verletztenversorgungsteams (VVT) aus Bremen, ein VVT aus Cuxhaven und eine Brandbekämpfungseinheit aus Emden. Wiking Helikopter und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) transportierten die Teams zu ihrem Einsatzgebiet auf See.

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Einsatzkräfte aus dem Landkreis Aurich errichteten zeitgleich zu dem laufenden Einsatz auf See im Hafen von Norddeich eine Verletztensammelstelle. Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr übernahmen nach dem Anlegen der Havaristen die Verletzten und leiteten die Versorgung sowie den Transport in umliegende Krankenhäuser.

„Die gemeinsame Kommunikation aller Einsatzkräfte sowie die Kontrolle über den Informationsfluss als auch die Meldewege, waren die bedeutendsten Herausforderungen bei dieser Großübung“, stellte Thomas Weege, Nordens zweiter stellvertretender Stadtbrandmeister, im Laufe des Übungstages fest. Die Ergebnisse der Auswertungen fließen dann in die Rettungskonzepte des Havariekommandos ein.

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