Dienstag, 25. Juli 2017

Unwetterlage und dann noch Bombendrohung gegen Leitstelle

27. Juni 2016 von  

Bad Oldesloe (SH) – Eine Bombendrohung per Kurznachricht auf das Festnetztelefon der Integrierten Regional-Leitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe hat am Sonnabend einen groß angelegten Polizeieinsatz in der Stormarner Kreisstadt ausgelöst. Außerdem waren in den Landkreisen Stormarn, Herzogtum Lauenburg und Ostholstein, in denen durch die Leitstelle Einsätze von Feuerwehren und Rettungsdiensten koordiniert werden, die Technischen Einsatzleitungen (TEL) in Bereitschaft gegangen. So sollte der Funkverkehr der Retter aufrecht gehalten werden, wäre es zu einer Evakuierung der Leitstelle in Räumen der Kreisverwaltung gekommen.

Leitstelle IRLS Bad Oldesloe

Unwetterlage und dann noch Bombendrohung gegen Leitstelle. Symbolfoto: T. Jann

„Gegen 17.30 Uhr war eine SMS eingegangen, in der angekündigt wurde, dass bis 22 Uhr mehrere Bomben bei uns hochgehen sollten“, teilte ein Mitarbeiter der IRLS-Süd auf Anfrage von feuerwehrmagazin.de mit. „Wir haben die Sache sofort ernst genommen“, hieß es. Problem: Aufgrund der Unwetterlage mit Starkregen und Gewitter mussten zahlreiche Notrufe bearbeitet und Einsätze koordiniert werden. Man konnte die Räume nicht umgehend räumen.

Ein Führungsstab von Landkreis und Leitstelle, unter anderem mit Landrat  Henning Gört, Kreiswehrführer Gerd Riemann und Leitstellen-Leiter Carsten Horn, trat zusammen, die Polizei wurde einbezogen. Sofort wurden alle technischen Möglichkeiten eingeleitet, um den Urheber der Kurznachricht zu ermitteln. „Parallel dazu wurde alles dafür vorbereitet, die Notrufe in die Leitstelle nach Lübeck umzuleiten und die Technische Einsatzleitung aufzubauen“, erklärte Riemann. „Die Umleitung der Notrufe wäre nicht sehr kompliziert gewesen, schwieriger ist es in so einer Situation, dann die eingehenden Einsätze zu verteilen“, so Riemann. Die Kräfte der TEL können zwar mit den Fahrzeugen funken, aber nicht Einsatzkräfte alarmieren. Deshalb waren die Wehrführer der Städte in Alarmbereitschaft versetzt worden.

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„Genau in unsere Vorbereitungen kam dann die Information der Polizei, dass man die Nummer zurückverfolgt hat und eine Tatverdächtige ermitteln konnte“, so Riemann. Das bestätigte am Montag auch die Polizei. „Wir konnten eine scheinbar verwirrte 25 Jahre alte Frau ermitteln, die bereits mehrfach solche Drohungen ausgesprochen hatte“, erklärte Holger Meier, Sprecher der Polizeidirektion Ratzeburg. „Bisher konnten wir die Frau aber noch nicht antreffen“, so Meier. Und am Montagmorgen kam dann auch prompt im selben Stil eine neue Bombendrohung bei der Leitstelle an. „Die wurde dann aber schon nicht mehr ernst genommen“, sagte Meier. Die Polizei versucht jetzt, die Verdächtige aufzuspüren. Görtz kündigte an, dass man gegen sie Strafanzeige erstatten wird.

Die IRLS-Süd betreut den Notruf 112 in den drei Landkreisen und koordiniert aus Bad Oldesloe sämtliche Einsätze für die 622.000 in der Region lebenden Menschen.

Kommentare

1 Kommentar zu “Unwetterlage und dann noch Bombendrohung gegen Leitstelle”
  1. AK sagt:

    Wenn man die dan nach mühevoller Kleinarbeit und Fahndung mal hat, kommt ein verständnisvoller Richter und es passiert nichts.

    Die TV sollte dauerhaft in die Psychatrie eingweisen werden! Die ist doch gemeingefährlich und eine Gefahr für die Öffentlichkeit!

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