Samstag, 10. Dezember 2016

Unvergessliche Reise: JF Hamburg in Nicaragua

Hamburg / León – Zum zehnten Mal kamen junge Feuerwehrleute aus Nicaragua und Deutschland in den vergangenen zwei Wochen zu einer internationalen Jugendbegegnung zusammen. Hamburg feiert in diesem Jahr das 25. Jahr der Städtepartnerschaft mit der nicaraguanischen Stadt León. „Ein guter Anlass, die seit 1998 bestehende Feuerwehr-Partnerschaft zwischen unseren beiden Städten mit einer Jugendbegegnung neu aufleben zu lassen“, findet Marcel Steinhäuser (44), ehemaliger Hamburger Landesjugendfeuerwehrwart und einer von drei Betreuern bei dieser Reise. Wie auch seine beiden Mitstreiter, Lena Igla (23) und Henrik Strate (33), ist auch er nicht zum ersten Mal in Nicaragua. „Wer einmal dieses Land und seine Leute kennen und schätzen gelernt hat, der will diesen Eindruck auch anderen mitgeben“, begründet Lena Igla ihr Engagement für diese Jugendbegegnung.

20142710_hamburg_nicaragua01

Gruppenfoto vom Jugendaustausch der JF Hamburg in Nicaragua. Fotos (2): jf-hamburg.de

Zwei Wochen mit vollem Programm liegen hinter den fünf Jungen und fünf Mädchen und ihrer Partnergruppe von den Bomberos Juveniles aus León und Corinto. „Die gemeinsame Zeit mit den Nicas war super“, berichtet die 17-jährige Kimberly Jungclaus aus der Jugendfeuerwehr Hamburg-Hohendeich. Bei der gemeinsamen großen Übung in der „La Salle“-Schule war sie die Gruppenführerin und musste die gemischten Trupps aus Schülern, Jugendfeuerwehr-Leuten und Bomberos führen.

20142710_hamburg_nicaragua03Unterstützt wurde Kimberly von Carlos Wenger (50). Der Berufsfeuerwehrmann aus Hamburg spricht Spanisch als Muttersprache und hat die Gruppe als Dolmetscher begleitet. Er gehörte zu einer der ersten Feuerwehrleuten, die vor 15 Jahren mit dem Initiator Reinhard Paulsen das Land besucht hat. „Es hat sich viel verändert“, kann er berichten. Nicht alles sei besser geworden, aber vieles entwickelt sich in die richtige Richtung. „Es ist schön zu sehen, wie viele Feuerwehren mit unserem hierher geschickten Einsatzgerät umgehen, es pflegen und unsere alten Fahrzeuge so zu einer zweiten ‚Karriere‘ kommen.“

Ein wichtiger Meilenstein wird die künftige Zusammenarbeit mit der polytechnischen Schule „La Salle“ in Sutiava sein. Dort soll in 2015 eine neue, dritte Feuerwache für León gebaut werden. Angestrebt ist nicht nur eine Kooperation zwischen den Freiwilligen und staatlichen Feuerwehren, sondern auch eine Einbeziehung der Schüler aus „La Salle“, die vom Prinzip der Jugendfeuerwehr begeistert sind. Besonders die Vermittlung von Werten wie Kameradschaft, Hilfsbereitschaft, ehrenamtlichen Engagement und die richtige Portion Spaß kam sehr gut an.

Schon heute freuen sich die Bomberos in León und die jungen Feuerwehrleute aus Hamburg auf die nächste Jugendbegegnung, hoffentlich schon im nächsten Jahr. Ein Tagebuch dieser Reise finden Sie auf der Internetseite www.jf-hamburg.de.

(Text: Henrik Strate / Jugendfeuerwehr Hamburg)

In der Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 11/2014:

Weitere Artikel zu dem Thema:

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!