Unfallkasse warnt vor Hitzeschutzkleidung

Hannover – Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen (FUK) warnt unter Berufung auf die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung vor Hitzeschutzkleidung der Firma „Kontex GmbH“ (Schorndorf) mit der Bezeichnung „Art. Feuerwehr Typ 3.” Diese erfülle Mindestanforderungen nicht, wie aktuelle Untersuchungen zeigten.

FUK Niedersachsen warnt vor Hitzeschutzkleidung. Foto: Feuerwehr-Unfallkasse NiedersachsenBereits am 16. August 2013 hatte das Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung eine entsprechende Produktwarnung herausgegeben. Das Institut für Arbeitsschutz stellte nach Überprüfungen fest, dass die Mindestanforderungen „Wärmeübergang Strahlung“ und „Wärmeübergang Flamme“ bei der genannten Hitzeschutzkleidung nicht erfüllt wurden.

Die FUK rät niedersächsischen Feuerwehren davon ab, diese Schutzkleidung im Einsatz- und Übungsdienst einzusetzen. Bei einer thermischen Belastung müsse der Träger mit einem ernsthaften Gesundheitsschaden rechnen. Eine offizielle Untersagungsverfügung liegt indes noch nicht vor. (Symbolfoto: Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen)

8 Kommentare zu “Unfallkasse warnt vor Hitzeschutzkleidung”
  1. Und nu ? Bleiben die Kommunen jetzt auf den Kosten sitzen für die Ersatzbeschaffung??

  2. Naja Florian wir haben bei unserem Händler unseres Vertrauens gekauft und es kann ja auch keiner Ahnen das es zu solch einem Mangel kommt.Und um die 700 € pro Anzug finde ich nicht gerade billig wenn man bedenkt das unsere vorigen Anzüge aufgrund ihres alters ausgesondert werden mußten ( so ca.25 Jahre)und nur einmal genutzt

  3. Trashman

    Ich frage mich, warum derlei Tests nicht VOR dem In-Umlauf-Bringen gemacht werden, sondern immer nach diese Bekleidung schon lange erhältlich ist. Man darf ja auch nicht einfach ein Auto verkaufen, bevor nicht die Mindestanforderungen erfüllt sind.

  4. Die Produckte, die VOR dem in-Umlauf-bringen getestet werden erfüllen die Tests, danach wird dann “gespart”, wird schon keiner merken… Eben deshalb wird nachgeprüft, aber bei der Menge an Zeug und den wenigem Personal dauert das nunmal. Gewinnoptimierung nennt man das wohl.

    Ich erinnere mich an die Handleuchten “HALO 4 Ex” der Fa. Mata Lights Austria, die wegen baulicher Änderungen nach der Abnahme plötzlich NICHT mehr Ex-geschützt waren.

    Aus dem Schreiben von 2007 dazu:
    Es wurde festgestellt, dass diese Handleuchten nicht, wie vom Hersteller des Produkts versprochen, die Anforderungen zum Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 erfüllen. In einem explosionsgefährdeten Bereich der Zone 1 sollte daher diese Handleuchte nicht mehr verwendet werden. Für einen weiteren Betrieb der Leuchte in der Zone 1 müsste die Platine ausgewechselt werden. Dieser Austausch kann zurzeit nur über die Firma xxx erfolgen. Der Hersteller der Leuchte selbst ist inzwischen in Konkurs gegangen.

    Was willst du da gegen bei der Beschaffung tun?

  5. Duracell.de

    Das war doch mit den Stiefeln von Hanrath genau das selbe …

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