Treffen der Feuerwehrpräsidenten

Hamburg (HH) – Die Präsidenten des deutschen und des österreichischen Feuerwehrverbandes trafen sich jüngst mit ihren Delegationen zum Austausch in Hamburg. Auf der Agenda standen Unfallversicherungsschutz, Altersgrenzen für den Führerscheinerwerb, Aufwandsentschädigungen und Freistellungen als auch die Pressearbeit der Feuerwehren bei der Hochwasserkatastrophe. Der Atemschutz- und Tauchtechnikhersteller Interspiro hatte das Treffen unterstützt.

Gruppenfoto beim Präsidententreffen in Hamburg. Foto: InterspiroEine Lohnerstattung im Einsatzfall, wie sie in Deutschland praktiziert wird, ist in Österreich unbekannt. Dafür scheint es in Österreich weniger Probleme mit der Anerkennung und Regulierung von Dienstunfällen zu geben. Dies wurde bei der Präsidententagung in der Hansestadt deutlich. Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hans-Peter Kröger, traf dabei erstmalig sein Pendant aus Österreich. Albert Kern vom Österreichischen Bundesfeuerwehrverband (ÖBFV) hat seine Tätigkeit erst im vergangenen Jahr aufgenommen.

Den Austausch von Erfahrungen aus der gelebten Praxis hatten die Verbandsoberhäupter ins Visier genommen. So ging es auch um die Stärkung des Ehrenamtes durch Anerkennungsprämien und Feuerwehrrenten als auch um die Mitgliedergewinnung im Bereich Frauen und Migranten. In Österreich sucht man systematisch nach sinnvollen Ausnahmegenehmigungen, um die Arbeit der Feuerwehren zu stärken, wusste der DFV-Geschäftsführer Sönke Jacobs zu berichten.

Bei der Zusammenkunft im neuen Service- und Trainingszentrum von Interspiro in Hamburg, der auch Hamburgs Oberbranddirektor Klaus Maurer beiwohnte, unterhielt man sich ebenfalls über die Hochwasserkatastrophe in Deutschland. Die ÖBFV-Delegation fand Gefallen an der Öffentlichkeitsarbeit der deutschen Feuerwehren. Das Angebot an die Medien mit geführten Touren an die Brennpunkte machte sich bezahlt, ebenso haben sich langjährige Kontakte zu den Landesrundfunkanstalten sich bewährt, führte Jacobs aus. Kritisch sehen die Verbände die Hilfe von sogenannten Spontanhelfern, da es denen an Führung und Ausrüstung mangelt.

Im nächsten Jahr ist ein Treffen in Brüssel mit den dann neu gewählten EU-Vertretern geplant, um so den Interessen beider Verbände mehr Gehör zu verschaffen.

Neben fachbezogenen Themen genossen die Teilnehmer auch ein Rahmenprogramm in der Seehafenstadt. Den Besuch des Internationalen Maritimen Museums, des Hansa-Theaters und einer Hafenrundfahrt mit dem historischen Feuerwehrlöschboot “Repsold” hatte André Jänicke als Gastgeber der Firma Interspiro organsiert. (Foto: Interspiro)

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