Montag, 21. August 2017

Staatsanwälte ermitteln nach Kartellverfahren

Neuruppin (BB) – Nach dem Verfahren des Bundeskartellamtes gegen vier Feuerwehrfahrzeug-Aufbauhersteller ermitteln jetzt mehrere Staatsanwaltschaften gegen verschiedene Verantwortliche der betroffenen Firmen.  In einer konzertierten Aktion durchsuchten die Behörden am Mittwoch zeitgleich 14 Objekte in acht verschiedenen Bundesländern. Ermittelt wird wegen des Verdachts der Bestechung und Bestechlichkeit sowie wettbewerbsbeschränkender Absprachen bei Ausschreibungen.

Im Rahmen der Ermittlungen des Kartellamtes hätten sich Anhaltspunkte ergeben, dass die Kartellfirmen über vertrauliche Informationen zu den Vergabeverfahren verfügten, zu denen sie eigentlich keinen Zugang hätten erlangen dürfen, teilten die Ermittlungsbehörden mit. Die Beamten hegen deshalb den Verdacht, dass für die Weitergabe dieser Informationen Zuwendungen geflossen sind.

Die Ermittlungsverfahren werden – je nach Sitz der betroffenen Firmen – bei den Staatsanwaltschaften Neuruppin, Osnabrück und Stuttgart nach örtlicher Zuständigkeit geführt.

Zur Sicherung möglicher Beweismittel vollstreckten am Mittwoch alle drei Staatsanwaltschaften zeitgleich die Durchsuchungsbeschlüsse in Wohn-, Geschäfts- und Diensträumen der am Absprachekartell beteiligten Firmen sowie der betroffenen öffentlichen Vergabestellen bzw. der Beschuldigten.  Dabei waren rund 70 Beamte in Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein im Einsatz.

Ähnliche Artikel zum Thema:

Die „Gemeinsame Ermittlungsgruppe Korruption“ des Landeskriminalamtes Brandenburg und der Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen zunächst drei namentlich bekannte deutsche Beschuldigte im Alter von 57 – 67 Jahren. Die Staatsanwaltschaften Osnabrück und Stuttgart ermitteln gegen mindestens acht weitere bereits namentlich bekannte Beschuldigte.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!

'; } ?>