Sonntag, 20. August 2017

Sicherheitsmangel: Im Würgegriff der Leiter

Aachen (NW) – Fast jeder Feuerwehrmann kann Geschichten erzählen, wie sich Menschen leichtsinnig in Gefahr gebracht haben. Nicht viel besser ergeht es den Kollegen der Polizei. Allein bei der Verkehrsüberwachung werden täglich Hunderte Verstöße festgestellt. Die Beamten der Polizei Aachen sahen sich am Mittwoch jedoch einem besonders unglaublichen Fall gedankenlosen Leichtsinns konfrontiert. Sie erwischten einen 18-Jährigen, der buchstäblich im Würgegriff einer Leiter in einem Auto saß.

Der junge Mann, Lehrling in einem Stuckateurbetrieb, war mit seinem 55 Jahre alten Arbeitskollegen auf dem Weg zur Arbeitsstelle. Mit in ihrem Kombi: Das benötigte Handwerkszeug für den Arbeitstag. Darunter auch eine Leiter, die jedoch viel zu lang für den Innenraum des Pkw war. Die Männer hatten sich erfinderisch gezeigt. Kurzerhand hatten sie die Kopfstütze des Beifahrersitzes entfernt, der junge Mann legte die Leiter auf seine Schultern und steckte dabei seinen Kopf zwischen die Sprossen. Weil die Leiter aber immer noch zu lang war, ließen die Männer die Heckklappe offen, die Leiter ragte ins Freie. In einer Pressemitteilung schreibt die Polizei: „Nicht auszudenken, was dem Lehrling mit der Aluminiumleiter um den Hals widerfahren wäre, hätte es gescheppert.“ Womöglich hätte schon eine Vollbremsung tödliche Folgen haben können. Die Beamten, die das Fahrzeug gestoppt hatten, untersagten nicht nur die Weiterfahrt. Sie schrieben auch eine Anzeige wegen ungesicherter Ladung.

Unfassbarer Leichtsinn: Weil die Leiter zu lang für das Auto war, nahm ein Lehrling in Aachen die Steighilfe auf die Schultern und streckte den Kopf durch die Sprossen. Foto: Polizei

Unfassbarer Leichtsinn: Weil die Leiter zu lang für das Auto war, nahm ein Lehrling in Aachen die Steighilfe auf die Schultern und streckte den Kopf durch die Sprossen. Foto: Polizei

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