Freitag, 18. August 2017

Seenotübung unter Extrembedingungen

11. Oktober 2012 von  

Helgoland (SH) – Vor der deutschen Hochseeinsel Helgoland (Kreis Pinneberg) haben deutsche und dänische Seenotretter gemeinsam drei Tage lang die Rettung Schiffbrüchiger geübt.  Mehr als 70 Personen und acht Schiffe nahmen an den Übungen teil. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn und der Rettungsdienste Kappeln und Helgoland dienten als Statisten und stellten Verletzte dar.

Drei Meter hoch schlagen die Wellen. Mitten in der tosenden Nordsee werden mehrere Schiffsbrüchige vermisst. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) macht sich mit seinen Rettungskreuzern und Rettungsbooten klar zum Auslaufen und nimmt, getreu dem Leitmotto der Gesellschaft, Kurs Menschenrettung. Auch aus Dänemark kommt Unterstützung. Der Küstenrettungsdienst (Kystredningstjenesten) schickt die Schiffe „Niels Iversen“ aus Esbjerg, „Speditøren“ aus Hvide Sand und „Manø“ aus Struer mit rein ehrenamtlicher Besatzung in den Auslandseinsatz

Drei solche Übungsszenarien übten die Seenotretter vom vergangenen Donnerstag bis Samstag. Der Startschuss dieser Übungstag fiel aber bereits schon im Mai. Im SAR-Simulator (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) der DGzRS in Bremen wurden die Teilnehmer theoretisch auf die Übungen vorbereitet.

Bei den Übungen ging es neben der Suche und Rettung auch um die Koordination der Suchaktion. Daher  wurde der Einsatzleiter vor Ort bei jeder Übung ausgetauscht. Diese Aufgabe übernahmen die Schiffseinheiten im Wechsel. Die teilnehmenden deutschen Seenotkreuzer „Minden“ von List auf Sylt, „Hermann Rudolf Meyer“ aus Bremerhaven, „Vormann Steffens“ derzeit auf Helgoland stationiert und „Bernhard Gruben“ von Norderney sind mit hauptamtlichen Kräften, das Seenotrettungsboot „Horst Heiner Kneten“ von Hörnum auf Sylt ist mit Freiwilligen besetzt.

Jeder Übung folgte eine intensive Nachbesprechung. Der heftige Seegang forderte von den Teilnehmern fiel Kraft und Aufmerksamkeit. Besonders die Statisten, die längere Zeit in einer zu suchenden Rettungsinsel ausharren mussten, waren dieser Belastung ausgesetzt. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Quickborn und der Rettungsdienste aus Kappeln und von Helgoland hatten sich als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt. Kräfte der Hamburger Feuerwehrakademie übernahmen die realistische Unfalldarstellung.

Die Verantwortlichen streben eine Wiederholung solch einer Übung im kommenden Jahr an. (Foto: DGzRS)

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