Montag, 21. August 2017

Schildknecht gibt Posten auf

20. April 2011 von  

Giengen (BW) – Der Geschäftsführer des Aufbauherstellers Ziegler, Dr. Rolf Schildknecht, wird seinen Posten zum 30. April 2011 niederlegen. „Dieser Schritt ist nach reiflicher Überlegung und in Abstimmung mit den Gesellschaftern des Unternehmens erfolgt“, so Achim Ziegler, Geschäftsführender Gesellschafter. Die personelle Veränderung sei Teil einer so genannten Selbstreinigung, nachdem das Bundeskartellamt die Firma zu einer Geldbuße verurteilt hatte. Die Albert Ziegler GmbH & Co. KG hatte zwischen 2001 und 2007 wettbewerbsrechtliche Zuwiderhandlungen mit weiteren Marktteilnehmern durchgeführt.

Dr. Rolf Schildknecht. Foto: Jan-Erik Hegemann

Dr. Rolf Schildknecht. Foto: Jan-Erik Hegemann

„Herr Dr. Schildknecht beendet seine Tätigkeit auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm herzlich für sein Engagement und die Leidenschaft, mit der er unser Unternehmen über 10 Jahre begleitet und vorangetrieben hat“, wird Ziegler in einer Presseinformation zitiert. Zudem wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 4. April 2011 Marc-René Faerber in die Geschäftsführung berufen. Er wird bei Ziegler die Bereiche Compliance, Kommunikation und Vertrieb verantworten und zudem strukturelle Optimierungen für das Unternehmen entwickeln und umsetzen. „Als Gesellschafter sehen wir die wesentlichen Aufgaben von Herrn Faerber darin, eine zukunftsfähige Unternehmensstruktur aufzusetzen und eine nachhaltige Strategie zur Sicherstellung eines wettbewerbskonformen Verhaltens zu etablieren“, äußerte sich Achim Ziegler weiter.

„Ich habe großen Respekt vor Herrn Ziegler und den Gesellschaftern, mit welchem Nachdruck sie die Erneuerung des Traditionsunternehmens vorantreiben“, so Marc-René Faerber in einer ersten Stellungnahme. „Unser erster – und grundlegendster Schritt – wird eine verbindliche Compliance-Richtlinie für das Unternehmen sein, die demnächst verabschiedet wird. Wir wollen damit intern und extern Maßstäbe setzen, die für die Albert Ziegler GmbH & Co. KG auf Dauer gelten und evaluierbar sind.“

Die vom Kartellverfahren betroffenen Unternehmen führen zudem einen umfassenden Dialog mit den kommunalen Spitzenverbänden über gemeinsame Grundlagen der zukünftigen Zusammenarbeit und die Aufarbeitung der Vergangenheit im Kontext des Kartellverfahrens, heißt es weiter in der Information. „Wir haben uns im ersten Termin sachlich und konstruktiv mit den Verbänden ausgetauscht und werden weitere Gespräche führen“, sagte Marc-René Faerber.

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Kommentare

9 Kommentare zu “Schildknecht gibt Posten auf”
  1. Sven sagt:

    Wo kommt Herr Faerber her?

  2. Cimolino sagt:

    Google hilft… 😉

  3. Adlerffw sagt:

    Wenn Herr Schildknecht geht
    kann er doch wenn Er reinen Tisch machen will auch die auf der anderen Seite Sitzenden Verhandlungpartner z.B. „Bei mir kommen nur Zieglerfahrzeuge ins Gerätehaus“ Zitat eines Kommandanten, nennen.

  4. Cimolino sagt:

    Hallo Adlerffw,

    es dürfte reichen, wenn die Kartellbehörden die Akten der Unternehmen wälzen, die beschlagnahmt wurden. Vermutlich stehen da so sachen drin wie „keine Beteiligung an der Ausschreibung sinnvoll, weil eindeutig Richtung Magirus, Schlingmann, Rosenbauer, Ziegler“ (oder wen auch immer sonst) ausgeschrieben….

  5. Sven sagt:

    @ Cimolino:

    Sehr geehrter Herr Dr. Cimolino,

    von jemandem der in der Szene so bekannt ist wie Sie, hätte ich eine qualifizierte Anwort erwartet! Aber danke, ich habe mittlerweile auch selbst heraus gefunden, dass Herr Faerber schon vorher Mitglied der Geschäftsleitung bei Ziegler war!

  6. Sven sagt:

    @ Adlerffw: Ich möchte nicht bestreiten, dass es in der Vergangenheit solche Fälle gab und vielleicht auch heute noch gibt. Deine Aussage erweckt bei mir den Eindruck, sei seist du der Ansicht, die Feuerwehren seien beteiligt gewesen! Das ist aber für ein Kartell nicht sinnvoll!

    Wenn überhaupt, dann müsste die Feuerwer / die Gemeinde die Auftragsvergabe beeinflussen – das wäre ebenso rechtswidrig, aber wenn dann nicht Aufgabe des Kartellamtes…

    Was durchaus zulässig ist und in bestimmten Fällen eventuell sogar sinnvoll sein kann, wäre die Ausschreibung so zu formulieren oder so zu entscheiden, dass nicht allein der günstigste Preis entscheident ist.

    Ein Beispiel, das zugegebenermaßen ehr auf den Fahrgestellhersteller passt, wäre ein Bestimmtes Fahrgestell zu bevorzugen, weil man sonst einen Exoten in der Halle hat.

  7. Ralf sagt:

    so nun ist es soweit Firma Ziegler hat Insovenz angemeldet.
    Ich denke das es ohne die Firma Ziegler, für manche Kunden jetzt schwierig werden wird ihre überzogenen Ansprüche bei anderen Herstellern(Rosenbauer)durchzusetzen.
    Der ungleiche Wettbewerb hat sich wieder ein wenig verkleinert!
    Schade das ein Hersteller der sehr Kundenbezogen war, damit aus dem Rennen ist.

  8. ein kleiner Zieglerazubi sagt:

    @ ralf
    ich denke nicht dass ziegler aus dem rennen ist. die firma muss grundlegend verändert werden und die schäden, die die vorgänger angerichtet haben, insbesondere mit der aktuellen insolvenz, die ausschließlich von Achim Ziegler verursacht wurde, entfernt werden.

  9. sven sagt:

    Ein Rat an alle Mitarbeiter und Auszubildenden von Ziegler: Bei allem Verständnis: Es ist nicht angebacht hier (wenn auch anonym)Interna zu diskutieren oder gar über solche zu mutmaßen!

Kommentare

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