“Runter vom Gas”: Jeder Unfalltod betrifft 42 Einsatzkräfte

Berlin/München – Verunglückt ein Mensch bei einem Verkehrsunfall tödlich, sind davon durchschnittlich 42 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei betroffen. Diese Zahl wurde im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne “Runter vom Gas” vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) und dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) gestern veröffentlicht.

Insgesamt seien im Durchschnitt 113 Personen von einem Unfalltod betroffen. Zu den 42 Einsatzkräften kommen laut DVR elf Familienangehörige, vier enge Freunde sowie 56 Freunde und Bekannte. Diese Durchschnittwerte basieren auf einer repräsentativen Erhebung durch Infratest Dimap, Kantar Public und dem Sozioökonomischen Panel (SOEP) sowie auf Angaben der Deutschen Hochschule der Polizei und des Deutschen Feuerwehrverbands.

Die Untersuchung steht im Zusammenhang mit der neuen Plakatkampagne der Verkehrssicherheitskampagne “Runter vom Gas”, die ab Mitte Mai auf über 700 Plakatflächen entlang deutscher Autobahnen zu sehen sein wird.

Eines der Autobahn-Kampagnenbilder. Foto: Runter vom Gas

“Wir möchten mit dieser Kampagne alle Verkehrsteilnehmer aufrütteln und die dramatischen Ausmaße eines tödlichen Verkehrsunfalls aufzeigen. Denn jeder Verkehrstod zerbricht mehr als ein Leben. Unsere Motive, Zahlen und Video-Reportagen zeigen das eindrücklich – und geben erstmals jenen Menschen eine Stimme, die mit den Auswirkungen dieser Schicksalsschläge jeden Tag leben müssen”, erklärt Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim BMVI.

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Inhaltlich steht bei den drei neuen Motiven das Ausmaß des Leids durch Verkehrsunfälle mit Todesfolge im Mittelpunkt. Zu sehen sind Nahaufnahmen trauernder Menschen. Auf der Webseite www.runtervomgas.de und über Social-Media-Kanäle ist die Kampagne mit fünf emotionalen Video-Reportagen über tatsächlich Betroffene aus dem privaten und beruflichen Umfeld präsent.

Ein Kommentar zu ““Runter vom Gas”: Jeder Unfalltod betrifft 42 Einsatzkräfte”
  1. Michael Schwörer

    Ein beeindruckendens Zahlenspiel, das aber nicht darüber hinweg täuscht, dass z. B. auf Plattformen wie Youtube dramatisch ablaufende Szenen gezeigt werden in denen jeder mit gesundem Sachverstand erkennen kann, dass die Situation dramatisch ausgeht, aber das Video rechtzeitig ausgeblendet wird,um die Realität zu verschleiern. Solche Sachverhalte gehören verboten oder die ganze Wahrheit wird in dem Video gezeigt. Dann würde jedermann die 113 Betroffenen vielleicht selber ertragen müssen.

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