Freitag, 9. Dezember 2016

Rohrreiniger-Experiment ging schief

25. November 2014 von  

Leer (NI) – Bei einem Chemieversuch im Schulunterricht an der Gutenbergschule in Leer (Kreis Leer) ist es am Montag zu einer schweren Panne gekommen. Ein Rohrreiniger hatte bei dem Experiment unerwartet viele Dämpfe erzeugt. 19 Schülerinnen und Schüler mussten danach rettungsdienstlich vor Ort versorgt und anschließend in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Vor der Hauptschule im Stadtteil Heisfelde standen am Montagmittag zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr aufgereiht. Die Einsatzkräfte mussten insgesamt 19 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren behandeln. Neun von ihnen klagten über ernsthafte Atembeschwerden.

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor der betroffenen Schule. Foto: Frank Loger

Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor der betroffenen Schule. Foto: Frank Loger

Die Schule hatte nach dem ungeplanten Ausgang des Chemieexperiments den Notruf abgesetzt. Die Leitstelle Ostfriesland entsandte zu dem Massenanfall von Verletzten (MANV) ein Großaufgebot an Rettungskräften. Bei deren Ankunft hatten die Lehrkräfte die Schule bereits geräumt und erste Belüftungsmaßnahmen eingeleitet. Nach einer Sichtung vor Ort begann der Abtransport der Patienten in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr setzte die Belüftung des Gebäudes fort und unterstützte mit einem Mannschaftstransportfahrzeug den Patiententransport. In Begleitung eines Rettungsteams fuhr die Feuerwehr sechs Patienten in eine Klinik.

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Was genau die Überreaktion des handelsüblichen Reinigungsmittels auslöste, ist noch unklar. Die Polizei hat hierzu Ermittlungen eingeleitet.

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