Sonntag, 20. August 2017

Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg

11. Juli 2013 von  

Stuttgart (BW) – Der baden-württembergische Landtag hat in einer Plenarssitzung am Mittwoch eine Rauchmelderpflicht für Wohnräume beschlossen. Bis Ende 2014 müssen Rauchmelder in bestehenden Räumen installiert sein.

Plenarssitzung StuttgartBei Mietwohnungen sind die Wohnungseigentümer in der Pflicht, Rauchmelder anzubringen. Doch auch Eigenheimbesitzer sowie Betreiber von Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Hotels müssen künftig die Lebensretter einbauen. Für neu errichtete Häuser gilt die Regelung übrigens sofort. Die Geräte müssen in Schlafzimmern sowie in Fluren, die als Rettungswege genutzt werden, angebracht sein.

Beobachter vermuten, dass der Beschluss auch im Zusammenhang mit der Brandkatastrophe in Backnang im März steht. Damals kamen acht Menschen ums Leben, darunter sieben Kinder (ausführlicher Einsatzbericht in einer der nächsten Ausgaben des Feuerwehr-Magazins). Nach Baden-Württembergs Beschluss haben nun nur noch Berlin, Brandenburg und Sachsen keine Rauchmelderpflicht. (Foto: Landtag Baden-Württemberg)

Kommentare

12 Kommentare zu “Rauchmelderpflicht in Baden-Württemberg”
  1. Achim sagt:

    Das kann/könnte der Schornsteinfeger kontrollieren. Brandschutz ist im gewissen Sinne ja auch seine Aufgabe.

  2. kai Hanewald sagt:

    also ich finde das in jeden raum auser küche und bad ein rauchmelder drine sein muss und nicht nur flur und schlafzimmer .

    ich bin bei der feuerwehr und habe in jeden raum einen drine . und ich fühle mich wohler .

    gruß kai

  3. Gerhard sagt:

    Eine gute Sache Rauchmelder im Haus. Ich habe schon lange welche und auch einen Feuerlöscher. Nur kontrollieren lassen das kann ja nicht angehen. Den Schornsteinfeger oder sonst jemand in mein Schlafzimmer schauen lassen? Ich glaub da weis jemand nicht wo wir leben.

  4. A. sagt:

    Bei uns ging ein Rauchmelder kürzlich ohne ersichtlichen Grund los (Sonntag vormittags, wir waren nicht zu hause). Die Nachbarn wurden teilweise aufgeweckt und haben sich ernste Sorgen gemacht.
    Zum Glück kam niemand auf die Idee, die Türe einzutreten…
    Ich habe das Ding jetzt abgehängt, und ich sehe die Rauchmelderpflicht seit diesem Ereignis nicht mehr so positiv…

  5. Gerald sagt:

    Hallo,

    Ich finde die Dinger sinnvoll finde es aber nicht richtig, dass dies Gesetz ist. Jeder soll eigenverantwortlich handeln. Hier wittern doch nur wieder irgendwelche Menschen einen Geschäftszweig. Der Bürger darf dann wieder zahlen ob er will oder nicht.
    Ich habe eine Wämepumpe, mein Haus wird von keinem Schorni betreten.

    Gruß Gerald

  6. Joachim sagt:

    Hallo,

    es wird sicherlich einige geben, die ein wirtschaftliches Interesse an den Rauchmeldern haben (z.B. Hersteller und Handwerker).
    Wenn ich das von Gesetzes wegen in meine Wohnungen einbauen muss: ok.
    Kosten für Anschaffung, Installation und Wartung werden als Verluste beim Finanzamt geltend gemacht.
    Und dann steigt natürlich der Wohnwert, was unweigerlich eine Mieterhöhung zur Folge haben wird.
    Daher kann ich als Eigentümer und Vermieter die Rauchmelder nur befürworten!

    Gruß Joachim

  7. Jana sagt:

    Wird aber auch Zeit! Was ich leider immer noch verstehe, wieso Sachsen das noch gar nicht auf der Agenda hat (jedenfalls laut der angegebenen Tabelle)? Wieso sträuben die sich oder hat das andere Gründe?

  8. Sven sagt:

    An und für sich eine gute Sache.
    Ich frage mich trotzdem, wie man ein solches Gesetz vorbereitet und gedanklich durchspielt?

    Der Rauchmelder zählt zum Gemeinschaftseingentum – „hängt“ aber zwangsweise am Sondereigentum – Probleme sind daruch vorprogrammiert.

    Die Verwalter sagen: „Nehmt mich aus der Verantwortung“ und wollen Wartungsverträge mit entspr. Firmen abschliessen.

    Denn: Wer haftet im Schadensfalle, sollte ein Brand entstehen und ein RWM war nicht „gewartet“ oder überaltert? und der Versicherer sagt nein?

    Mich würde mal interessieren wie sich die User hier ggbr. ihren Verwaltern verhalten, denn hier gilt es um weitere Besuche und Kosten vom „Schornie“ oder „Heizungsableser“ zu vermeiden.

    Es muss doch möglich sein, eine banale Wartung (Batterienwechsel, Sichtprüfung) in Eigenverantwortung (vom Mieter, Eigentümer) durchzuführen.
    Danke fürs Feedback, Grüße Sven….

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