Präventionspreis für Tüftler

Hamburg (HH) – Die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen muss im Dienst an oberster Stelle stehen. Wer sich dafür einsetzt und die Sicherheit sogar verbessert, der hat nach Meinung der Feuerwehr-Unfallkassen eine Auszeichnung verdient. Aus diesem Grund haben die Versicherer den Präventionspreis ins Leben gerufen. Er wurde jetzt erstmals an kreative Feuerwehren verliehen.  

Die Gewinner des Präventionspreise freuen sich über Pokale und Preisgelder. Foto: Holger BauerEin stationärer Wasserwerfer dessen Stabilität anstatt mit einem üblichen C-Schlauch durch zwei C-Mehrzweckstrahlrohre hergestellt wird, war der Jury der erste Platz wert. Die Strahlrohre werden direkt an die Kupplungen des Verteilers angekuppelt. Mit dieser einfachen Idee gelang der Freiwilligen Feuerwehr Erfurt-Gispersleben den Sieg. Sie freut sich nun über einen 2.500 Euro Preisgeld sowie einen Pokal. Die simple Art eine Unfallgefahr zu minimieren und den Einsatzwert zu erhöhen, brachte letztlich der Vorsprung.

Platz zwei wurde der freiwilligen Wehr aus Ilten zur Ehre (Region Hannover). Die Kameraden hatten einen Abgasschlauch für einen tragbaren Stromerzeuger auf  ihrem Rüstwagen konstruiert. Dieser wird an der Dachreling eingehakt und führt die giftigen Abgase nach oben weg. Bisher stießen die Abgase den Einsatzkräften auf Kopfhöhe entgegen. Diese pfiffige Idee spülte 1.500 Euro in die Kameradschaftskasse.

Der Kreisfeuerwehrverband Steinburg fuhr nach der Veranstaltung im Emporio-Hochhaus in Hamburg mit Platz drei und immerhin noch 1.000 Euro nach Hause. Die Steinburger haben eine Art Schutzkäfig für die Überprüfung hydraulischer Rettungsgeräte entwickelt. Alle drei Jahre müssen Rettungsscheren ihre Schneidkraft nachweisen und dazu einen Aluminiumzylinder einklemmen. Hierbei besteht Bruchgefahr für die Scheren und den Leichtmetallzylinder. Dabei können Splitter fliegen, die das Prüfpersonal verletzen können. Die Splitterbox soll einen sicheren Schutz gewährleisten und kommt bereits in der Feuerwehrzentrale des Kreises Steinburg des Kreises zum Einsatz.

Ein Sonderpreis ging an die Berufsfeuerwehr Lübeck. Sie hat einen Schlauchtragekorb für zwei B-Schläuche mit Rollen gebaut. Dies ermöglicht ein rückenfreundliches Tragen. Die Inliner-Rollen sollen auch auf unebenen und weichen Oberflächen eingesetzt werden können. Der rollbare Schlauchtragekorb wurde inzwischen bis zur Serienreife weiterentwickelt und wird vom Entwickler gewerblich vertrieben. Daher erhielt die Idee auch nur einen undatierten Preis.

Die Preisverleihung fand im Rahmen des zweitägigen Sicherheits-Forums statt. Bei der alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung befassten sich rund 300 Vertreter von Feuerwehren, Kommunen und Unfallversicherer mit Fragen rund um die Gesundheit im Feuerwehrdienst. (Foto: Holger Bauer)

6 Kommentare zu “Präventionspreis für Tüftler”
  1. Krasser Scheiß wenn ich das mal gewusst hätte das es da nen Preis gibt dann hätt ich die Idee auch eingereicht weil das mit den c- strahlrohren haben wir mal zum Spass bei ner Jugendübung gemacht …. da is ja wohl echt nix dabei was da den ersten platz rechtfertigt …. naja werde nächstes mal wenn sowas is auch mal ne geile Idee von mir einbringen vielleicht wirds ja was 😉

  2. Ich checks noch nicht ganz. Was machen die bei dem Wasserwerfer? Als erstes und zweites Rohr benutzen die nur ein C-Strahlrohr ohne Schlauch oder wie?

  3. @ Andi: man nehme einen Verteiler, 1 C-Schlauch, kupple diesen an den 1. Anschluss – links und den selben Schlauch an den 2. Anschluss – rechts an. Man drehe beide Hähne auf. In der Mitte – Sonderrohr nimmt man ein B-Rohr mit Stützkrümmer. Dieses bildet nun einen Werfer mit dem C-Schlauch als Standfuß ” Ring aus C-Schlauch”. Die Kameraden haben den C-Schlauch durch 2 C-Rohre ersetzt. Ist bestimmt nicht so Wackelig.
    Im Allgemeinen: Wenn ich mir so einen Werfer bauen muss, dann hab ich auch keine 2 C-Rohre dafür mehr übrig. Dann ist alles aus dem Auto im Einsatz.

  4. Oh man wenn das der erste Platz ist… mir fehlen die Worte.
    Das System ist so alt wie es Verteiler und Strahlrohre gibt. Vielleicht sollten die Juroren mal in die Praxis gehen.

  5. Hab ich das richtig gelesen die Strahlrohre ersetzen den C-Schlauch als Fuß. Kenne nur die C-Schlauch Variante.Was wird dadurch sicherer, den vor dem B Rohr hat eigendlich niemand was verloren?

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