Montag, 21. August 2017

Notfallsanitäter-Gesetz gilt ab 2014

22. März 2013 von  

Berlin – Der Bundesrat hat am Freitag das Notfallsanitätergesetz verabschiedet. Es tritt am 1. Januar 2014 in Kraft. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre, bislang war die zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten die höchste Qualifikation als Rettungsfachkraft. 

Mit der im Vergleich zum heutigen Rettungsassistenten deutlich umfassenderen Ausbildung, dürfen die künftigen Notfallsanitäter (NotSan) eigenverantwortlich Maßnahmen bei lebensbedrohlichen Zuständen ergreifen. Diese erweiterte Kompetenz war insbesondere von ärztlichen Organisationen und anderen Verbänden kritisiert worden. Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD) sieht jedoch eine deutliche Verbesserung der Versorgung der Notfallpatienten in Deutschland. „Bei kritisch erkrankten Patienten oder schwerstverletzten Patienten wird der Notfallsanitäter zusammen mit dem Notarzt noch professioneller die Versorgung übernehmen können, als dies bereits heute der Fall ist. Perspektivisch kann dadurch die Effizienz der Notfallversorgung deutlich gesteigert werden“, teilte der Verband am Freitag mit. Ein weiterer Vorteil des Gesetzes: Auszubildende in diesem Beruf erhalten eine Ausbildungsvergütung.

An dem Gesetz ist nach Angaben des Verbandes sechs Jahre lang gearbeitet worden. Bereits Ende Februar hatte der Bundestag der Einführung zugestimmt.

Rettungsfachkräfte bei einer Übung in Frankfurt/Main. Foto: wiesbaden112.de/Ehresmann

Rettungsfachkräfte bei einer Übung in Frankfurt/Main. Foto: wiesbaden112.de/Ehresmann

Kommentare

7 Kommentare zu “Notfallsanitäter-Gesetz gilt ab 2014”
  1. Rolf Karpa sagt:

    Welche BF die auch den Rettungsdienst fährt, kann sich das dann noch erlauben ihre Leute für 3 Jahre auf die Schule zu schicken. Als Rettungsassistent auf dem NEF hat man schon genug eigenverantwortliche Arbeit oder als RTW Führer.

  2. Peter Lamaack sagt:

    Zum einen sind Feuerwehren nur in einigen Bundeländern Leistungserbringer im Rettungsdienst.
    Weiterhin zwingt NIEMAND diese Feuerwehren, diese Aufgaben bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag durchzuführen; andere potentielle Anbieter sind ja vorhanden
    Letztendlich gibt es auch bei den originären Feuerwehraufgaben keine eierlegende Wollmilchsau mehr: entweder Taucher oder oder Maschinist auf dem KW.
    Natürlich sind bestimmte Aufgabenbereiche bündelbar: eben die allgemeine Ausbildung plus Zusatzqualifikationen – aber eben nicht alle.
    Spätestens dann, wenn bei einem Löschzug nur noch die Fensterplätze besetzt werden, bzw. aus mehreren Wachbereichen ständig „gestückelt“ werden muß, damit die RTW öffentlichkeitswirksam Einnahmen erzielen, hört es m.E. auf.
    In Berlin, Hamburg und anderswo will das aber anscheinend kein Silbermützenträger gerne hören.

  3. Hubert Schmid sagt:

    24 Jahre nach Einführung des Rettungsassistentengesetz wird diese Fehlgeburt endlich begraben. Eigentlich Grund zur Freude. Mitnichten; Denn am neuen Notfallsanitäter Gesetz zeigt sich deutlich das Dilemma der deutschen Politik. Diese Agiert schon lange nicht mehr sondert reagiert nur noch auf unübersehbare Probleme. Der Not, – Arztmangel war in den ländlichen Bereichen längst bekannt, die signifikanten Qualitätsunterschiede längst spürbar und das „Ausstreben“ kleiner regionaler Krankenhäuser längst politisch getroffene Tatsache.
    Das die Politik erst jetzt, trotz erheblicher Wiederstände aus den (ärztlichen) Lobbygruppen, handelt zeigt dass es nicht fünf vor zwölf, – sondern eher fünf nach zwölf ist.
    Wer nun glaubt alle Probleme der notfallmedizinischen Versorgung seien durch dieses Gesetz gelöst der wird sich in den nächsten Jahren schnell eines Besseren belehren lassen müssen.
    Über die Hälfte der deutschen Kliniken schreiben rote Zahlen. Die Arbeitsbedingungen unser ärztlichen – und nichtärztlichen Kollegen gleichen gerade in den Nothilfen eher einer modernen Versklavung als einer modernen Notfallmedizin. Die Verwaltungskosten steigen ins unermessliche und die Machtverhältnisse zwischen den ärztlichen Leitern und den Verwaltungsdirektoren lassen die Frage aufkommen wer hier überhaupt für die medizinische Versorgung verantwortlich ist.
    Zusätzlich gibt es eine Vielzahl unbeantworteter Fragen:
    Wie wollen wir eine flächendeckende evidenzbasierte Medizin sicherstellen?
    Wie begegnen wir der Ausdünnung der Landkliniken?
    Wie stellen wir im Großschadensfall (und nicht nur bei diesem) sicher, dass wir innerhalb der (sicherlich diskutierbaren) Hilfsfrist flächendeckend helfen können? Bereits heute werden die volkswirtschaftlichen Schäden zugunsten kurzzeitiger betriebswirtschaftlicher Erfolge missachtet.
    Kumuliert man die o. a. Fakten so stellt man schnell fest, dass dieses Gesetz nur ein kleiner Schritt im System sind.
    Nur wenn wir es langfristig schaffen eine flächendeckende medizinische Versorgung mit hohem Qualitätsanspruch zu schaffen ist das Ziel erreicht. Doch dazu müssen wir erst einmal unsere Ärzte und Pfleger bitten nicht ins Ausland abzuwandern. Sonst bleibt für uns nur dass, was woanders keiner mehr will. Um die Abwanderung zu stoppen müssen sich die Arbeitsbedingungen erheblich verbessern.
    Abschließend gilt Dank zu sagen beim DBRD aber auch bei den vielen Ärzten, welche sich in der Vergangenheit (bei teilweise erheblichen Wiederstand aus den eigenen Reihen) unerbittlich in der Sache engagiert haben.

  4. Kathrin G sagt:

    Oh nein, jetzt kommt der Notfallsanitäter schon 2014. Hoffentlich schaffe ich es noch den verkürzten Rettungsassistent zu beginnen, da ich „nur“ Rettungssanitäter bin und sonst meine Kosten für die Ausbildung zum Fenster rausgeschmissen hätte. Ich bin dafür, dass man auch den Rettungssanitäter anrechnen lassen kann!

  5. Huber37 sagt:

    Sorry aber dem „Idioten“ der das gefimlt hat gehört sofort der Führerschein entzogen. Alarmfahrt und dabei filmen? Das geht gar nicht. Das ist verantwortungslos.

  6. Jutta sagt:

    Meine Meinung zum Notfallsanitäter
    Es kann doch nicht sein das Rettungsassistenten die Jahre lang im Rettungsdienst Tätig sind,
    und nach der neuen Ausbildungsberuf auf einmal zweiter Man außen Rettungswagen ist.Ich finde das Rettungsassistenten die mindesten 10 Jahre im Beruf sind den beruf des Notfallsanitäter angerechnet werden muß,Ja ich finde ja auch das was passieren musste aber nicht auf den rücken der Landjährigen Kollegen die mehr Erfahrung haben als ein neuer Notfallsanitäter.Der von der schule kommt.
    In Andere Berufe wo es einen Namen Umstellung es gibt, da werden die Titel auch umgeschriben,blos bei uns nicht?wie sollen noch nach Jahrelangen Tätikeien wieder eine Prüfung ablegen was für ein blödsing,Und dann kommt noch wer geht zu einer Prüfung wo er sich nicht Drauf vor bereiten kann,und wer bezahlt den das?

  7. Mark sagt:

    Für Quereinsteiger finde ich dieses Gesetz nicht schlecht. Fraglich ist nur wie das ganze denn umgesetzt werden soll. Was ich selber nicht schlecht finden würde, sorry das ich jetzt vom eigentlichen Thema abschweife, so eine Ausbildung auch Bundesweit geregelt werden würde für den Feuerwehrbereich. Warum müssen das immer Beamte sein und stellt zb.nicht auch ganz normale Angestellte ein? Da wäre dann auch das Nachwuchsproblem gelöst.

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