Freitag, 18. August 2017

Neues Dekon-Konzept vorgestellt

6. Dezember 2011 von  

Witten (NW) – Der Kreisfeuerwehrverband des Ennepe-Ruhr-Kreises hat ein neues Konzept zur Bewältigung von ABC-Gefahren vorgestellt. Für die Dekontamination von Personen und Verletzten steht eine Dekontaminationsstrecke zur Verfügung.

In einer Dekontaminationsstrecke können kontaminierte Verletzte entkleidet und gereinigt werden. (Foto: Hannes Blomberg - DRK)Das Konzept sieht die automatische Alarmierung aller erforderlichen ABC-Einheiten im Kreisgebiet vor. Dazu zählen eine Führungskomponente, eine Dekontaminationsgruppe, zwei Einsatzeinheiten und eine Logistikkomponente. Insgesamt werden so elf Fahrzeuge und die entsprechenden Einsatzkräfte in Marsch gesetzt. Bislang mussten die Einsatzleiter die Einheiten aus verschiedenen Städten einzeln bei der Leitstelle in Schwelm anfordern. Dies wird nun vereinfacht.

Die Besucher der Fachtagung in Witten, in dessen Rahmen die Konzeption vorgestellt wurde, bekamen die Gelegenheit sich den Ablauf einer Verletztendekontamination vorführen zu lassen. Ein Verletztendarsteller des Deutschen Roten Kreuzes wurde hierzu in einer Art „Waschstraße“ dekontaminiert. In dieser Strecke können Personen entkleidet und vollständig gereinigt werden. Um die Helfer der Dekongruppe vor Inkorporation (Aufnahme von Schadstoffen in den Körper) und Kontamination zu schützen, tragen sie während ihrer Arbeit Gebläseschutzanzüge.

In einer Dekontaminationsstrecke können kontaminierte Verletzte entkleidet und gereinigt werden. So sieht es das neue ABC-Konzept des Ennepe-Ruhr-Kreises vor. (Fotos: Hannes Blomberg - DRK)

In einer Dekontaminationsstrecke können kontaminierte Verletzte entkleidet und gereinigt werden. So sieht es das neue ABC-Konzept des Ennepe-Ruhr-Kreises vor. (Fotos: Hannes Blomberg - DRK)

Kommentare

1 Kommentar zu “Neues Dekon-Konzept vorgestellt”
  1. Peter Lamaack sagt:

    Dekon-Einheiten sind notwendig; dies beweist jeder Gefahrgutunfall, bei dem unbeteiligte Personen dem Risiko einer Kontanimierung ausgesetzt sind.
    Es ist jedoch absolut falsch, sich hier mit einer gut ausgebildeten und ausgerüsteten Einheit in Sicherheit zu wiegen!
    Es ist Allgemeinwissen bei MANV-Situationen, daß leichtverletzte Personen sich durchaus eigenständig von der Einsatzstelle entfernen und ebenso eigenständig ihren Hausarzt oder die Klinik aufsuchen – über den Haupteingang!
    Das diese Patienten „schadstoffbelastet“ sind, wissen sie evtl. gar nicht.
    Das die MitarbeiterInnen in Kliniken und Arztpraxen möglicherweise hochgefährdet sind, wird nicht wahrgenommen.
    Zur Erinnerung: bei den terr. Anschlägen mit SARIN in der U-Bahn von Tokio gab es ca. 5.000 kontanimierte Personen; hiervon waren ca. 3/4 Einsatzkräfte der Hilfsdienste und Klinikpersonal!

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