Mittwoch, 24. Mai 2017

Mein erster Einsatz als Schüler-Redakteur

23. September 2016 von  

Bremen – Schreiben, Lesen, Layouten und Fotografieren. In der Redaktion beim Feuerwehr-Magazin gibt es vielseitige Aufgaben. Das Heft ist Trumpf, aber Social Media gewinnt an Wichtigkeit. All das konnte ich während meines zweiwöchigen Praktikums in der Redaktion erleben.

Der Ebner Verlag hat acht Redaktionen mit rund 300 Beschäftigten in ganz Deutschland – und macht 40 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Ein Standort des Verlages sitzt in Bremen. Hier wird das Feuerwehr-Magazin (FM) produziert. In der Redaktion entstehen außerdem das Rettungs-Magazin, das Verbandsheft St. Florian sowie die Mitgliederzeitschrift der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb). „Auch auf den Social-Media Plattformen Facebook, Instagram, Twitter, Xing, Youtube und Google+ ist das Feuerwehr-Magazin vertreten“, erklärt Chefredakteur Jan-Erik Hegemann.

Es ist Montag, der 12. September 2016. Ich begebe mich auf den Weg zu meinem ersten Praktikumstag. Als ich die Redaktion betrete, werde ich direkt nett begrüßt und mir wird alles gezeigt. Neben neun Büros gibt es außerdem: Ein Besprechungsraum, ein Serverraum und ein Fotostudio. Nachdem mir die 18 Mitarbeiter vorgestellt worden sind, erreiche ich meinen Arbeitsplatz für die nächsten zwei Wochen.

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Mein erster eigener Einsatz als Schüler-Redakteur. Foto: Patzelt

Hier muss ich meine erste Aufgabe meistern: Eine Reportage lesen. Denn bevor ein Artikel in das Magazin kommt, müssen die Mitarbeiter diesen nochmal durchlesen, um mögliche Fehler zu korrigieren. „Dies nennt man eine Leseschleife“, erklärt Herr Hegemann. Ich finde diese Aufgabe zwar nicht so spannend, trotzdem lese ich mir den Text aufmerksam durch und stoße dabei sogar auf einen Fehler. Als ich fertig bin erschaffe ich mir schon mal einen ersten Eindruck zum Buch, worüber ich am nächsten Tag eine Rezension schreiben werde. Danach machte ich mich auf den Heimweg.

Passend zum Thema:

Meine Buch-Rezension kommt in das Heft

Am Dienstag beschäftige ich mich mit der Rezension eines Feuerwehrbuches für den Online-Shop der Zeitschrift. Es handelt sich um die Feuerwehr-Version von „Frag doch mal die Maus!“ Hier erfahre ich die Arbeitsschritte, die dahinter stecken, bis das Produkt dann Online zur Verfügung steht.

Doch nicht nur die festen Redakteure tragen etwas zum Feuerwehrmagazin bei, auch freie Autoren können Beiträge einsenden. So zum Beispiel Einsatzberichte: In Windeck war eine Kuh in einen Swimming-Pool gestürzt. Die Feuerwehr musste das Tier befreien. Meine Aufgabe ist es, diesen Bericht zu korrigieren und zu überarbeiten. Zu den Bildern, die uns zu dem Vorfall zugeschickt wurden, denke ich mir Bildunterschriften aus. Damit gehe ich zu Layouterin Martina Wagner, die diesen auf zwei Doppelseiten formiert und gestaltet.

Da am Mittwoch Borussia Dortmund ein Champions League Spiel hatte, soll ich darüber berichten. Das dient mir dazu, besser ins Schreiben eines Berichtes rein zu kommen. Als ich fertig bin, wird es nochmal korrigiert und ausgedruckt. Für meine Mappe darf ich das Endprodukt nach Hause mitnehmen.

Wer sich vorstellen könnte, eine Ausbildung beim FM zu machen, sollte mindestens 18 Jahre alt sein und Abitur haben. Dann könnten sich junge Menschen hier um ein zwei jähriges Volontariat bewerben. „Du solltest Lust am Schreiben besitzen. In der Ausbildung lernst du die Bandbreite des Journalismus, zum Beispiel wie ein Interview geführt wird oder wie Berichte geschrieben werden“, erklärt mir Herr Hegemann.

Erster Einsatz als Redakteur

In der nächsten Woche angekommen, beschäftige ich mich vor allem mit dem Schreiben dieses Artikels, was mir sehr viel Spaß bereitet. Um noch mehr über den Betrieb zu erfahren, habe ich ein Interview mit dem Chef-Redakteur Jan-Erik Hegemann geführt. Als sich mein Praktikum beim Feuerwehr-Magazin langsam dem Ende zuneigt, ziehe ich mein Fazit:

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Der Kollege Michael Rüffer zeigte mir, wie man Produktbilder in Szene setzt. Foto: Patzelt

Ich habe hier sehr viel über den Journalismus erfahren können und durfte in viele Bereiche des Betriebes eintauchen. Außerdem hatte ich niemals das Gefühl gehabt, unnötige Aufgaben machen zu müssen. Ich war stets beschäftigt. Auch wurde ich sehr nett aufgenommen und mir wurde immer geholfen, wenn ich Probleme bei etwas hatte. Ich kann ein Praktikum in der Redaktion des Feuerwehr-Magazins jedem weiterempfehlen, der sich einen Beruf in der journalistischen Branche vorstellen kann.

(Autor: Julian Schülzke, Schüler-Redakteur)

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