Freitag, 26. Mai 2017

Lebensretter: Komplette Redaktion am Defi geschult

Bremen – Seit einigen Wochen hängt in der Redaktion des Feuerwehr- und Rettungs-Magazins in Bremen ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED). Heute hat Marcus Fluit, Bildungsreferent der Björn Steiger Stiftung, alle Mitarbeiter an dem kleinen Lebensretter geschult. Ab sofort sind wir also offizieller Defibrillator-Standort und können im Stadtteil bei Bedarf helfen.

Schulung der Mitarbeiter des Feuerwehr- unhd des Rettungs-Magazin am Defibrillator. Foto: Klöpper

Schulung der Mitarbeiter des Feuerwehr- und des Rettungs-Magazin am Defibrillator. Foto: Klöpper

Jährlich erleiden zwischen 350.000 und 380.000 Personen in Deutschland einen Herzinfarkt. Die Sterblichkeitsrate liegt nach Auskunft von Fluit bei rund 50 Prozent. Doch das müsste nicht sein. Bei schneller Hilfe stehen die Chancen auf vollständige Genesung aber extrem gut.

Die Symptome eines Herzinfarkts sind immer ähnlich. In der Regel klagen die Patienten über plötzlich auftretende, starke Schmerzen im Herzbereich oder Brustkorb. Die Schmerzen strahlen auch in andere Körperregionen – wie Schultern, Bauch, Rücken oder Hals – aus. Viele Betroffene klagen außerdem über ein Gefühl der Enge (mit Atemnot) oder heftiges Brennen. Verstärkte Schweißbildung sowie eine blasse/fahle Gesichtsfarbe treten ebenfalls häufig auf.

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Automatisierte Externe Defibrillatoren bei der Feuerwehr

Wir erklären, wie Automatisierte Externe Defibrillatoren funktionieren. Außerdem stellen wir 14 AED-Geräte vor und sagen, worauf bei der Auswahl zu achten ist.

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Eine häufige Komplikation sind Herzrhythmusstörungen (unregelmäßiger Herzschlag) und Kammerflimmern. Beim Kammerflimmern schlägt das Herz so schnell (200 und mehr Schläge pro Minute), dass kein Blut mehr in den Körper gepumpt werden kann. Der Patient verliert das Bewusstsein, es sind keine Atmung und kein Puls mehr spürbar. Gegen das lebensbedrohliche Kammerflimmern hilft nur die sofortige Elektroschocktheraphie (Defibrillation).

Beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Bis der Notarzt eintrifft, darf deshalb nicht gewartet werden. Bei einem Kreislaufstillstand muss unverzüglich mit der Wiederbelebung begonnen werden. Dabei hilft der Defibrillator ungemein. Das Gerät erklärt alle Schritte, die von den Helfern nacheinander abgearbeitet werden müssen. Zuerst muss der Brustkorb freigelegt werden. Dann werden die Elektroden platziert. Anschließend analysiert der Defibrillator die Herzfrequenz. Zwischen möglichen Schocks müssen ein bis zwei Helfer immer im Wechsel eine Herzdruckmassage (jeweils 30 Schläge) und eine Beatmung (jeweils zwei Beatmungen) durchführen.

Die Mitarbeiter des Feuerwehr- und Rettungs-Magazins sind jetzt alle entsprechend geschult.

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