Samstag, 3. Dezember 2016

Krawalle in Frankfurt: Einsatzkräfte in Gefahr

18. März 2015 von  

Frankfurt am Main (HE) – In Frankfurt brennen Polizeifahrzeuge und weitere Pkw, Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei werden angegriffen. Die Feuerwehr Frankfurt twittert wiederholt: „Unsere Feuerwehrleute werden angegriffen. Nochmals: Bitte behindert nicht unsere Arbeit.“ Zur Eröffnung der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) am heutigen Mittwoch gerät die hessische Metropole in den Ausnahmezustand.

Eigentlich wollten die Demonstranten des Bündnisses Blockupy friedlich demonstrieren. Doch schon in der Nacht eskalierte die Situation. Zunächst setzten unbekannte Täter zahlreiche Pkw in Brand. Brandsätze wurden in Gebäude geworfen. Damit begann auch für die Feuerwehr eine einsatzreiche und gefährliche Nacht.

Die Polizei berichtet, dass unbekannte Täter so genannte Krähenfüße auf den Straßen verteilt hatten. Diese Nagelsterne sollten Reifen von Einsatzfahrzeugen beschädigen. Mit Laserpointern wurden die Piloten des zur Unterstützung der Fahndungsmaßnahmen eingesetzten Polizeihubschraubers geblendet.

Die Krawalle setzten sich massiv fort. Acht Polizeifahrzeuge gingen in Flammen auf. Bei ihren Löschversuchen wurden Feuerwehrkräfte mit Steinen beworfen. Die Frankfurter Feuerwehr forderte mehrfach auch über Twitter: Bitte behindert uns nicht bei unser Arbeit“. Die Polizei Frankfurt twitterte wiederum: „Am Danziger Platz wurde die Feuerwehr mit Steinen angegriffen und musste Löscharbeiten abbrechen.“

Auch auf Straßenbahnen richteten sich Steinwürfe. Nur mit dem Einsatz von Wasserwerfern konnte die Polizei vermummte Demonstranten etwas zurück drängen. Aktivisten legten zentrale Verkehrsknotenpunkte der 701.000-Einwohner-Stadt lahm. Die Stimmung sei an allen Einsatzorten aggressiv, erklärte Polizeisprecherin Claudia Rogalski. Bislang konnte die Polizei die Versuche der Demonstranten abwehren, das weiträumig abgesperrte Gelände der EZB zu stürmen. Mit Ausschreitungen und Gewalt habe man gerechnet, so Rogalski. Bis zu 9.000 Polizeibeamte sind im Einsatz und sehen sich weit über 10.000 Demonstranten gegenüber. Für den Tag sind zahlreiche Protestaktionen angekündigt, die nach Ankündigung von Blockupy eigentlich friedlich verlaufen sollten.

Kommentare

3 Kommentare zu “Krawalle in Frankfurt: Einsatzkräfte in Gefahr”
  1. kLAUS-Ulrich Wehner sagt:

    Wenn die Randalierer gefaßt werden sind die Strafen zu lasch.Geldstrafe und viele Stunden Gemeinnützige arbeit sollte ausgesprochen werden

  2. Christian sagt:

    Traurig genug, dass Sie überhaupt soweit gekommen sind!

  3. Lukas1977 sagt:

    Ich bin der Meinung das Demonstranten, die Gewalt ausüben verhaftet gehören und längere Zeit in Haft sein sollten! Denn es ist eine Gewalt gegen Menschen, und die Zerstörung muß wiederum der kleine Staatsbürger bezahlen!
    Feuerwehrangehörige sind Hilfskräfte und machen ihren Job bzw. Ihre Tätigkeiten in ihrer Freizeit! Das sollte man respektieren und nicht noch zusätzlich erschweren!

    Dies ist meine persönliche Meinung zu den Gewalttaten in Frankfurt!

    Hochachtungsvoll
    Lukas1977

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