Dienstag, 6. Dezember 2016

Körpergrößenmesser für Feuerwehrnachwuchs

26. August 2014 von  

Celle (NI) – Kinder sind bei Verkehrsunfällen wegen ihrer noch geringen Körpergröße besonders gefährdet. Daher müssen sie, solange sie noch keine 150 Zentimeter Größe erreicht haben, in einem Kindersitz oder auf einer Sitzerhöhung angeschnallt werden. Das gilt nicht nur für den Privatbereich, sondern auch Kinder- und Jugendfeuerwehren. Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen hat jetzt ein Hilfsmittel zur schnellen Ermittlung der Körpergröße präsentiert – den Körpergrößenmesser.

Die Kinderfeuerwehr will mit einem Mannschaftstransportwagen einen Ausflug unternehmen. Die Kleinen tummeln sich an der Schiebetür und wollen aufgeregt einsteigen. Da fällt es den Betreuern nicht immer leicht einen Überblick zu behalten, welches Kind wie groß ist und einen Kindersitz oder eine Sitzerhöhung braucht. Die niedersächsische Feuerwehr-Unfallkasse (FUK) reicht nun allen Kinder- und Jugendfeuerwehren ein simples aber wirkungsvolles Hilfsmittel. Ein Aufkleber der an der B-Säule eines jeden Fahrzeugs in entsprechender Höhe aufgebracht werden kann, zeigt im Vorbeigehen an ob die erforderliche Körpergröße von 150 Zentimetern erreicht ist oder nicht.

FUK-Geschäftsführer Thomas Wittschurky demonstriert am Jugendfeuerwehrmitglied Kilian Schulte von der JF Celle-Altenhagen, gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister aus Celle, Bernd Müller, die Handhabung des neuen Körpergrößenmesser der FUK. Foto: Olaf Rebmann

FUK-Geschäftsführer Thomas Wittschurky demonstriert am Jugendfeuerwehrmitglied Kilian Schulte von der JF Celle-Altenhagen, gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und dem stellvertretenden Stadtbrandmeister aus Celle, Bernd Müller, die Handhabung des neuen Körpergrößenmesser der FUK. Foto: Olaf Rebmann

Bei der Vorstellung des Körpergrößenmessers, der übrigens auf einem Vorschlag der Jugendfeuerwehr Bornhausen (Kreis Goslar) erstellt wurde, am vergangenen Freitag in Celle, erklärte FUK-Geschäftsführer Thomas Wittschurky die Notwendig dieses Stickers. „Etwa ein Drittel aller Kinder unter zwölf Jahren, die die erforderliche Körpergröße von eineinhalb Metern noch nicht erreicht haben, werden nicht oder nicht ausreichend mit einem Kindersitz im Fahrzeug befördert. Dies birgt ein siebenmal höheres Risiko, bei einem Unfall schwer verletzt oder sogar getötet zu werden“. Die Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Verkehr und digitale Infrastruktur, Kirsten Lühmann, hat die Patenschaft für diese Präventionsmaßnahme übernommen. Bei der Präsentation dankte sie allen ehrenamtlichen Betreuern in den Kinder- und Jugendfeuerwehren und hofft, dass die Aufkleber die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen erleichtert. (Foto: Olaf Rebmann)

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