Köln baut Sirenen-Netz aus

Köln – Die Stadt Köln erhält vom Land Nordrhein-Westfalen einen Zuschuss von rund 380.000 Euro für die Erweiterung ihres Sirenennetzes. Geht es nach der Berufsfeuerwehr, soll in den nächsten zwei bis drei Jahren der flächendeckende Ausbau für das gesamte Stadtgebiet umgesetzt werden. Zunächst müssen die eigentumsrechtlichen, baulichen und technischen Verhältnisse für die Installation solcher Anlagen geklärt werden.

Sirene. Foto: Michael KlöpperWährend der Bund nach Ende des Kalten Krieges seine Sirenenanlagen deutschlandweit sukzessive außer Betrieb setzte, hatte die Stadt Köln Mitte der 1990er Jahre beschlossen, das Sirenennetz auf Kölner Stadtgebiet neu aufzubauen. Köln war damit eine der ersten Kommunen in Nordrhein-Westfalen, die wieder auf Sirenen als schnellstes Warnmittel setzten und entsprechende Anlagen betreiben.

Bis etwa zum Jahr 2000 wurden zunächst 42 Sirenen in den Stadtteilen rund um die großen Chemiebetriebe errichtet, die sich an den Kosten beteiligten. In den Folgejahren kamen 41 Sirenen an Standorten entlang des Rheins durch die Stadtentwässerungsbetriebe hinzu. Derzeit wird der Ausbau von weiteren rund 55 Anlagen geplant. Damit wäre dann das gesamte Kölner Stadtgebiet mit Sirenensignalen abgedeckt und eine flächendeckende Warnung der Bevölkerung gewährleistet.

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Städten und Kreisen insgesamt zehn Millionen Euro für den Aufbau kommunaler Warnsysteme zugesagt. Mit den Zuschüssen sollen die Kommunen vorhandene Warnsysteme weiter verbessern und ergänzen oder neue Konzepte auf den Weg bringen.

21 Kommentare zu “Köln baut Sirenen-Netz aus”
  1. Da fragt sich der Leser doch wofür im so sicheren Deutschland. Da geht es doch nicht um Chemieunfälle, wenn selbst Kleinkleckersdorf hinter Wald ein Warnsystem aufbauen soll.

  2. Duisburg hat es jetzt schon einige Monate. Und? Es wurde sogar schon mehrfach erfolgreich eingesetzt, um vor Gefahr (z.B. bei Grossbränden und deren Rauchentwicklung) zu warnen. Super Sache. Alle wissen Bescheid und können sich ggf. Infos an Gefahrenhotline der Stadt holen.

  3. Oh man.manche kommentare… Nochmal. Seid froh wenn die sirene funktioniert. Es könnte auch dein nachbarhaus sein was brennt oder sogar dein eigenes mitten in der nacht.so wird man wenigstens aufmerksam gemacht und schaut erstmal bei sich selber um.sie heißt ja auch Bevölkerungsschutzsirene und nicht : ” jetzt gehen wir mal alle auf den sack ” sirene. Man man…

  4. Sirenen haben ihr vor aber auch nachteil. Zur Alarmierung der Feuerwehr gewiss in den meißten Fälle nicht mehr durchfürbar. Aber zum Katschutz noch gut brauchbar.

  5. Unsere einzige Sirene heult jeden Samstag um 12 Uhr einmal….-_- ob sie noch funktioniert…hmm, ein flächendeckendes Sirenennetz ist immernoch besser als andere Warnsysteme…sollte mal jedes Bundesland kapieren…..

  6. Hier in Dresden “heult” es einmal im Quartal und zwar am zweiten Mittwoch um 15:00 Uhr eines Quartalsanfang. Mit einer Ansage, das es sich um einen Probealarm der Feuerwehr Dresden handelt. Das nächste mal wäre das dann wieder am 09. Juli..

  7. App?, Radio?, TV? Schön und gut, aber nichts geht über Sirenen. Wenn man die nur lange genug heulen lässt, dann bekommt es auch der letzte mit das “irgendetwas” nicht stimmt.

  8. Generell begrüße ich derartige Entscheidungen, denn der Sinn eines flächendeckenden und einfachen Alarmierungs- und Bevölkerungswarnsystems ist auch nach Ende des kalten Krieges nicht wegzudiskutieren. Es gibt hierfür auch genügend schon mehrfach genannte Argumente.

    Sinnvoll wäre jedoch, nicht nur auf Motorsirenen zu setzen.

    In Dresden gibt es ein System mit Hochleistungslautsprechern.
    Diese sind zusätzlich in der Lage, nicht einfach nur einen Warnton zu erzeugen, sondern die Bevölkerung durch konkrete Sprachdurchsagen zu informieren.
    Das ist nicht nur zeitgemäß, sondern auch sinnvoll.
    Ein entscheidender Vorteil solcher Systeme ist neben der Möglichkeit der Sprachdurchsage, dass sie im Gegensatz zu Motorsirenen mit relativ wenig Leistung auskommen, und so mit entsprechender Akkupufferung auch bei längeren Stromunterbrechungen noch einsatzfähig sind.

    Siehe hierzu auch: http://www.dresden.de/de/02/or/anliegen/Sirenenwarnsystem.php

  9. Die meisten Sirenen signale sind doch heute meistens völlig unbekannt. Wer kennt denn noch luftalarm, Entwarnung, ect? Kaum einer. Aber sinnvoll sind die Sirenen allemal……. nur schade dass die gegner noch in der Überzahl sind…

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