Dienstag, 6. Dezember 2016

Kampagne: „Rettungsgasse rettet Leben“

18. September 2014 von  

Wiesbaden – Täglich passieren auf deutschen Autobahnen schwere Unfälle. Sofort bilden sich lange Rückstaus, die schnell eine Länge von mehreren Kilometern erreichen. Obwohl jeder Autofahrer in der Fahrschule lernt dann eine Rettungsgasse zu bilden, wird dies in der Praxis häufig nicht gemacht. Einsatzfahrzeuge müssen sich dann mühsam einen Weg bannen, wodurch wertvolle Zeit verloren geht. Eine Kampagne soll Autofahrer hierzu sensibilisieren.

Neben den betroffenen Unfallopfern sind es besonders die Maschinisten und Fahrer großer Einsatzfahrzeuge die unter fehlenden oder zu schmalen Rettungsgassen leiden. Die Fahrzeuge nähern sich mit eingeschaltetem Martinshorn dem Stauende, doch die Verkehrsteilnehmer haben für die anrückenden Retter keinen Platz gelassen.

Während Pkw-Fahrer meist noch relativ leicht Platz schaffen können, fällt dies Lkw- und Gespannfahrern wegen ihrer Fahrzeuglänge deutlich schwerer. Für die Fahrzeugbesatzungen heißt es dann Nerven behalten. Manchmal hilft das Einklappen der Außenspiegel, was aber gleichwohl wegen der seitlichen Sichteinschränkung ein Risiko bedeutet. Einige Einsatzkräfte berichten davon, dass viele Fahrer die Rettungsgasse gleich wieder zu machen, sobald die ersten Fahrzeuge sich durchgekämpft haben. Für nachfolgende Einsatzfahrzeuge beginnt der Kampf dann von vorne. Das unachtsame Verhalten kann bei kritischen Rettungsaktionen entscheidende Zeit kosten.

In Hessen wurde nun die Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben“ ins Leben gerufen. Das private Informationsportal Wiesbaden112 und die Deutsche Feuerwehrgewerkschaft – Landesgruppe Hessen, wollen mit ihrer Arbeit auf die Wichtigkeit der Rettungsgasse hinweisen und bei den motorisierten Verkehrsteilnehmern für Verständnis werben. Hierzu soll das Problem in zahlreichen Medien thematisiert werden. Mit Flyern und Aufklebern soll das Bilden einer solchen Gasse visualisiert werden und als Gedächtnisstütze dienen.

Mitmachen kann bei der Kampagne jeder. Neben Einsatzfahrzeugen wurden bereits viele Privatwagen und auch Fahrschulfahrzeuge mit Hinweisaufklebern versehen. Weitere Hinweise zu der Kampagne gibt es hier: Rettungsgasse rettet Leben

Rettungsgasse_Logo_Homepage2

Logo der Kampagne „Rettungsgasse rettet Leben!“.

 

Kommentare

16 Kommentare zu “Kampagne: „Rettungsgasse rettet Leben“”
  1. Sven sagt:

    Sehr gute Aktion! Hab schon oft genug Graue Haare im HLF bekommen, weil ich nicht durch´n Staun komm!!

  2. Olaf sagt:

    Warum macht Mann es sich nicht einfacher ??? Anstatt aufzuklären !!! Und zu schimpfen !!! Die Rettungsgasse ist der Standstreifen !!! Zu 90 Prozent auf deutschen Autobahnen vorhanden. Und für den Rest müssen die Autofahrer halt Platz machen !!! Außerdem verstehe ich nicht, warum die Rettungskräfte nicht als Geisterfahrer an den Rettungsort fahren können. Da kommt meisten eh keiner mehr , oder doch sehr wenige. Ich habe da schon Erfahrungen gemacht.

    MfG Olaf

  3. Dirk sagt:

    Geisterfahrer? Als Retter?????

    Solange die Fahrbahn nicht bestätigt voll gesperrt ist, werde ich keinesfalls entgegen der Fahrtrichtung auf Autobahnen anordnen. Ich werde kaum die Gesundheit, oder das Leben meiner Gruppe aufs Spiel setzen. Auch wenn nur einer die Unfallstelle passieren sollte, ist der eine die Gefahr, vor der ich verpflichtet bin, meine Einsatzkräfte zu schützen.

    Beim Standstreifen denke ich auch, daß der öfters eher als Rettungsgasse zu nutzen sein könnte.

    Aber warum bitteschön sind die Autofahrer so, weiß nicht, ob egoistisch oder unwissend…, nicht in der Lage, diese Gasse zu bilden…
    Oder auch anders… ja schnell noch am Einsatzfahrzeug vorbei um dann am Stau im Wege zu stehn und zu rudern, daß man an den Rand kommt…

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