Dienstag, 25. Juli 2017

Jugendfeuerwehr wählt Heinrich Scharf zum Bundesjugendleiter

12. September 2016 von  

Berlin – Mit 100 Prozent der Stimmen wählte die Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr (DJF) am Samstag in Berlin Heinrich Scharf zum Bundesjugendleiter. Der Amberger (BY) übte bereits seit 2 Jahren dieses Amt kommissarisch aus. Nun setzte die DJF einstimmig ein Signal und wählte Scharf für das letzte Jahr seiner Amtszeit als Bundesjugendleiter.

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Bundesjugendleiter Heinrich Scharf. Foto: Patzelt

173 Delegierte aus den 16 Landesjugendfeuerwehren gaben ihre Stimme für Heinrich Scharf ab. „Ich bedanke mich sehr herzlich für diesen starken Rückhalt“, sagte der 52-Jährige nach der Wahl. „Dieses Ergebnis zeigt vor allem, dass in der Jugendfeuerwehr und ihren Verbänden große Einigkeit besteht.“

Scharf wird dieses Amt, in dem er auch Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) ist, bis zum September 2017 ausüben. Dann beginnt turnusgemäß eine neue Amtszeit. Die Wahlen finden am 9. September 2017 im Rahmen des Deutschen Jugendfeuerwehrtages in Falkensee (BB) statt.

2009 wurde Heinrich Scharf in seiner Heimatstadt Amberg zum stellvertretenden Bundesjugendleiter gewählt. Außerdem ist er seit vielen Jahren in Bayern stellvertretender Landes-Jugendfeuerwehrwart.

Vielfalt, Integration, Gender und Jugendpolitik gemeinsam stärken

Außerdem stellte die DJF ihre Facharbeit besser auf. Aus den bisherigen Ausschüssen „Jugendpolitik“, „Mädchen- und Jungenarbeit“ sowie „Integration“ wurde einstimmig der neue gemeinsame Fachausschuss „Jugendpolitik und Integration“ gebildet. 170 Delegierte (von 173) wählten Willi Donath zum Vorsitzenden des Ausschusses. Der Hesse ist der „Vater“ der Integrationskampagne „Unsere Welt ist bunt“, die im Jahr 2007 startete. Donath prägt seit Jahren die Schwerpunkthemen Vielfalt, Inklusion und Prävention gegen Rechtsextremismus.

Neue Bekleidungsrichtlinie der DJF

Während der Delegiertenversammlung der Deutschen Jugendfeuerwehr wurde auch eine neue Version der Bekleidungsrichtlinie beschlossen. Die wichtigsten Punkte:

  • Reflexstreifen an den Hosen dürfen 2,5 bis 5 cm breit sein
  • Helme müssen mindestens der EN 397 entsprechen. Es dürfen also auch Helme, die höheren Anforderungen entsprechen – wie Skater-, Fahrrad- und Skihelme eingesetzt werden.
  • Die Farben der Handschuhe dürfen Blau, Grau, Schwarz und Orange sein.
  • Zugelassen sind ab sofort „normale“ Caps

Im Rahmen der Delegiertenversammlung gab Thomas Höchst in einem Impulsreferat Antworten auf die Frage „Wann sind Sie auf dem richtigen Weg zur Inklusion?“. In den Jugendfeuerwehren ist der Umgang mit jungen Menschen mit Handicap spätestens seit Start von „Unsere Welt ist bunt“ ein viel diskutiertes Thema.

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Die Delegierten der Deutschen Jugendfeuerwehr stimmen für eine neue Bekleidungsrichtlinie. Foto: Patzelt

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