Sonntag, 20. August 2017

Im Test: Was bringen Airbag-Jacken?

München – Der ADAC hat erstmals neuartige Airbagjacken und spezielle Nackenschutzsysteme für Motorradfahrer in realistischen Crashversuchen geprüft. Von den fünf getesteten Produkten konnte nur die „Motoairbag Weste“ von D.P.I. Safety überzeugen. Sie erhielt das ADAC-Urteil „guter Nutzwert“, vor allem wegen der überzeugenden Schutzfunktion im Rückenbereich.

Crashtest mit einem Motorrad: Was bringen die neuartigen Schutzsysteme für Biker? Foto: ADACDie beiden anderen Jacken, die „Hit Air Cruiser“ sowie die „IXS Stunt“ konnten nach Meinung der Prüfer – obwohl deutlich teurer – mit den Leistungen des Testsiegers nicht mithalten. Die IXS-Jacke wurde sogar abgewertet, weil der Aufblasvorgang lange dauerte. Generell stellten die Tester fest, dass es für den beim Motorradfahrer stark gefährdeten Brustbereich noch keine befriedigenden Lösungen gibt.

Ebenfalls getestet wurde ein Airbaghelm von APC. Er schnitt mit „eingeschränkter Nutzwert“ ab. Die Auslösung des Helm-Airbags erfolgt über eine Sensorik, wenn das Motorrad beim Unfall abrupt gebremst wird. Dass der Helm nicht besser abgeschnitten hat, liegt vor allem an zwei Gründen: Er ist zu schwer und löst bei Alleinunfällen nicht zuverlässig aus, da bei einem seitlichen Wegrutschen das Motorrad nicht genügend abgebremst wird. Bei dem fünften untersuchten System, dem „Leatt Brace GPX-Club“, handelt es sich um einen passiven Nackenschutz. Er soll den Nacken vor Überstreckung schützen. Die Schutzwirkung lässt sich nachweisen, allerdings schränkt das Produkt laut ADAC die Beweglichkeit ein und erschwert den Schulterblick. Somit gibt es für den Straßenverkehr nur das Urteil „eingeschränkter Nutzwert“.  Sinnvoll ist laut der Tester der Leatt Brace im Off-Road und Motocross Bereich. Hier treten Nackenverletzungen häufiger auf. (Quelle/Foto: ADAC)

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