Große Materialspende an kroatische Feuerwehr

Rickenbach (BW) – Kurze Hosen, Badeschlappen, zerschossene Fahrzeuge mit Holzbänken und Schläuche mit unzähligen Löchern, so ist die Feuerwehr im kroatischen Städtchen Vrbje ausgerüstet. Abhilfe kommt nun aus Deutschland. Rolf Rieger aus Rickenbach (Kreis Waldshut) hat 1,5 Tonnen Materialspenden gesammelt, die nun von kroatischen Freunden abgeholt wurden.

Rieger ist Inhaber eines Autohauses und Feuerwehrmann in Rickenbach. In dem Betrieb seines Vaters hat der heutige Abteilungskommandant Stjepan Strampic der Feuerwehr in Vrbje, rund 150 Kilometer östlich von Zagreb, seine Ausbildung absolviert, bevor er im Jahr 2006 Deutschland verließ. Der Kontakt nach Deutschland ist aber immer aufrechterhalten worden. Im Frühjahr dieses Jahres reiste Rolf Rieger nach Vrbje. Dort folgte er auch einer Einladung der örtlichen Feuerwehr und nahm an einer Übung teil. Was Rieger zu sehen bekam, stimmte ihn nachdenklich. Der Zustand der Ausrüstung und Schutzkleidung war so desolat und unvollständig, dass er nach seiner Rückkehr diese Zustände ändern wollte.

Manfred Rotzinger, stellvertretender Kreisbrandmeister, Peter Wolf, Kommandant der Feuerwehr Waldshut-Tiengen, Kreisbrandmeister Thomas Santl und Christian Frey, Feuerwehrkommandant aus Bernau waren die Ersten, die ihre Unterstützung zusagten. Rolf Rieger gelang es durch seine Sammelaktion unter anderem zwanzig  komplette Schutzausrüstungen, zwölf  Atemschutzgeräte, einen Kilometer Schlauchmaterial, Kettensägen, einen hydraulischen Rettungszylinder zu beschaffen. Zwar handelt es sich um ausgemusterte Gegenstände, aber dennoch können sie in Kroatien noch wertvolle Dienste leisten.

Nachdem alles korrekt als Hilfsgüter deklariert und verzollt worden war, konnten die Spenden nach Kroatien überführt werden. “Das wird ein riesen Fest geben bei uns im Dorf”, freut sich Zlatko Bednaic, Gesamtkommandant aus Vrbje. Seine 44-köpfige Mannschaft und er wollen die deutschen Gönner zu diesem Fest einladen. Die Anreise wollen sie nach Riegers Wunsch mit einem ausgemusterten Mannschaftstransportwagen antreten und ihn den Kroaten übergeben. (Foto: Kirsten Lux)

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