Freitag, 18. August 2017

Flugdienst am ersten Einsatztag erfolgreich

Lüneburg (NI) – Seit dem Osterwochenende sind die Feuerwehr-Flieger des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes (LFV) – zumindest teilweise – wieder im Einsatz. Nur eine Woche nach dem traditionellen Anfliegen ist der Feuerwehr-Flugdienst des LFV im Dienst, um die Waldbrandüberwachung aus der Luft zu unterstützen. Die Anordnung für den – in diesem Jahr sehr frühen – Start der Waldbrandüberwachung aus der Luft kam von der Polizeidirektion Lüneburg.

Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Foto: Matthias KöhlbrandtAufgrund der seit Wochen anhaltenden Trockenheit, die seit Ostern zur höchsten Flächenbrandwarnstufe und in Teilen Niedersachsens auch zur höchsten Waldbrandwarnstufe führte, erfolgte der Start der Luftüberwachung. Im Einsatz befindet sich im Moment nur die Maschine, eine 300 PS starke Cessna 206, aus Lüneburg, die auch Teile des Gebietes der in Hildesheim stationierten zweiten Maschine mit überwacht. Am Standort Damme steht derzeit kein Flugzeug bereit. Geflogen wird pro Tag dreimal, vom Start aus Lüneburg geht es in Richtung Bleckede an der Elbe, von dort weiter entlang der Landkreise Lüchow-Dannenberg und Uelzen über Salzwedel und von dort weiter nach Gifhorn. Am südlichen Rand der Lüneburger Heide erfolgt der Flug über Teile des Landkreises Celle entlang in den Kreis Soltau-Fallingbostel, von dort geht es über den Landkreis Harburg zurück nach Lüneburg.

Zwei Stunden dauert eine Tour der dreiköpfigen Besatzung. Diese setzt sich aus dem Piloten, einem Flugbeobachter der Feuerwehr und einem Forstbeamten zusammen. „Wir fliegen solange, bis ein Wetterumschwung die derzeitige Waldbrandgefahrensituation entschärft“, machte Flugbeobachter Hans-Ulrich Dederke aus Pattensen (Kreis Harburg) deutlich, der am Karfreitag zusammen mit dem Piloten Sven Bohnsack-Porten (FF Lauenburg) und dem Forstbeamten Joachim Petersen vom Forstamt Unterlüß (Kreis Celle) zur Startbesatzung gehörte.

Schon am ersten Einsatztag Feuer entdeckt

Wie notwendig auch diese Überwachung trotz im Einsatz befindlichen Kamerasystemen in der Lüneburger Heide ist, zeigen allein die Zahlen vom Freitag : Ein Feuer wurde in der Entstehung in einem Waldgebiet bei Bergen-Belsen (Kreis Celle) entdeckt und als Erstmeldung abgesetzt, die Truppenübungsplatz-Feuerwehr wurde aus der Luft geleitet. Hier verbrannten geschätzte 300 Quadratmeter Waldboden. Zwei außer Kontrolle geratene Osterfeuer in Schlekau (Kreis Lüchow-Dannenberg) und Nindorf (Kreis Harburg) wurden aus der Luft entdeckt, auch hier wurde die Feuerwehr gelenkt.

Im vergangenen Jahr ist die Lüneburger Maschine an insgesamt 26 Einsatztagen gestartet, hierbei wurden 23 Brände entdeckt und die entsprechenden Leitstellen des Überwachungsgebietes verständigt sowie die alarmierten Feuerwehren aus der Luft an die Brandherde geführt. (Text und Foto: Matthias Köhlbrandt)

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