Sonntag, 20. August 2017

Feuerwehrmann zum „Held der Straße“ ernannt

Wächtersbach (HE) – Ein schlimmer Verkehrsunfall mitten in der Nacht und bei eisigen Temperaturen hätte ohne den aufmerksamen Ralf Gladiszewski vermutlich tragische Folgen gehabt. Ein Mann war mit seinem Auto in der Nähe des hessischen Wächtersbach von der Fahrbahn abgekommen und mehrere Meter einen Hang hinabgestürzt. Der 43-jährige Bauhofmitarbeiter Gladiszewski entdeckte das Wrack am nächsten Morgen von einem abgelegenen Feldweg aus und alarmierte die Rettungskräfte. Als Anerkennung für seinen Einsatz haben der Automobilclub von Deutschland (AvD) und der Reifenhersteller Goodyear Ralf Gladiszewski nun zum „Held der Straße“ des Monats April gekürt.

Ralf Gladiszewski. Foto: AvDRalf Gladiszewski war an diesem Wintermorgen beruflich auf einem abgelegenen Feldweg unterwegs. Gegen 9.30 Uhr entdeckt der Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Wächtersbach im Wald ein silberfarbenes Fahrzeug. „Aus der Ferne habe ich mir zunächst nichts dabei gedacht. Es hätte ja auch nur jemand beim Holz einladen sein können“, schildert der 43-jährige seine ersten Gedanken. Doch ein kleines Detail machte ihn stutzig: Neben dem Fahrzeug sah er etwas Weißes und vermutete, dass es sich um einen Airbag handeln könnte. Deshalb stieg er aus und eilte zu dem Auto. Das Heck des Wagens hatte sich in einen Baum gebohrt, Teile des Motors lagen einige Meter entfernt. Schnell wurde Ralf Gladiszewski klar, dass das Auto von der Fahrbahn abgekommen und den Abhang hinuntergestürzt sein musste. Der Ersthelfer konnte zunächst keine Passagiere ausmachen, sah dann jedoch einen jungen Mann in einer Mulde unweit des Fahrzeugs liegen. Dieser war zum Glück ansprechbar, konnte sich aber nicht bewegen. Ralf Gladiszewski fragte ihn, ob es weitere Insassen gäbe, was der Mann verneinte. Trotzdem vergewisserte sich der Bauhofmitarbeiter, der auch bei der freiwilligen Feuerwehr engagiert ist, zunächst noch selbst, ehe er umgehend die Rettungskräfte verständigte. „Beim Anblick des zerstörten Autos war ich froh, dass der Fahrer überhaupt noch gelebt hat“, berichtet Gladiszewski. Anschließend sprach er mit dem Unfallopfer, um den Mann bei Bewusstsein zu halten. Erschwerend kam hinzu, dass es ziemlich kalt war, nur knapp über null Grad.

Die Rettungskräfte trafen nach wenigen Minuten ein, darunter auch ein Hubschrauber, der den Verletzten in eine Klinik transportierte. Wie sich später herausstellte, hatte der Fahrer seit acht Stunden in der Mulde gelegen, aber immerhin keine inneren Verletzungen davongetragen. Die Unglücksstelle ist von der Straße nicht einsehbar, deshalb konnte das verunglückte Fahrzeug nur von dem darunter verlaufenden Feldweg entdeckt werden. Bei diesen Temperaturen war es ein Glück, dass Ralf Gladiszewski an diesem Morgen zufällig dort zu tun hatte. Er ist sehr erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist: „Mittlerweile hat sich der Gerettete bei mir bedankt und ich bin heilfroh, dass es ihm wieder gut geht.“ Ohne die große Sorgsamkeit des 43-jährigen Wächtersbachers wäre dieser Verkehrsunfall wahrscheinlich nicht so glimpflich ausgegangen. (Foto: AvD)

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