Freitag, 18. August 2017

Feuerwehrmann als Kinderschänder verurteilt

19. Oktober 2010 von  

Frankfurt/Main (HE) – Ein ehemaliger Feuerwehrmann aus Frankfurt ist von einem Gericht wegen Kindesmissbrauchs und Besitz von Kinder-Pornographie zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die Straftaten ereigneten sich bei einem Feuerwehrfest, während einer Feuerwehrfreizeit, in einem Ausbildungslager sowie im Gerätehaus.

Die Polizei hatte die Ermittlungen nach einem Vorfall während eines Feuerwehrfestes aufgenommen. Wie die „Frankfurter Neue Presse“ berichtete, hatte der Verurteilte einen vierjährigen Jungen überredet, ihn zu begleiten. An einem nicht einsehbaren Ort musste sich der Junge ausziehen und an seinem Geschlechtsteil herumspielen. Der Täter fotografierte fleißig – anschließend schickte er das Kind zurück zum Fest. Weil sich der Vierjährige aber seinen Eltern anvertraute, flog die Tat auf.

Bei einer Hausdurchsuchung entdeckten die Polizeibeamten auf mehreren Rechnern mehrere Hundert Videos sowie mehr als 1.500 Fotos mit kinderpornographischen Inhaltes – zum Teil seien darauf auch reale Vergewaltigungen zu sehen, hieß es seitens der Staatsanwaltschaft.

Im Zuge der Ermittlungen flogen auch die weiteren Taten auf, die der 40-Jährige im Umfeld der Feuerwehr verübt hatte. In mindestens drei weiteren Fällen hatte der Mann Zehn- und Elfjährige nackt und in eindeutigen Posen fotografiert.

Vor Gericht soll der Mann unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesagt haben, er selbst sei als Kind von seinem Vater missbraucht worden. Strafmildernd wertete das Gericht die Tatsache, dass sich der Mann seit anderthalb Jahren freiwillig einer Psychotherapie unterzieht. Die zwei Jahre Freiheitsentzug wurden deshalb zur Bewährung ausgesetzt. Aus der Feuerwehr war der Mann bereits nach dem zuerst bekannt gewordenen Vorfall ausgeschlossen worden.

Kommentare

5 Kommentare zu “Feuerwehrmann als Kinderschänder verurteilt”
  1. Markus sagt:

    Eine Bewährungsstrafe? Für so etwas? Ich verstehe unsere Gerichte nicht… Ich bin geneigt ein paar alternative Strafen vorzuschlagen. Sorry, aber da habe ich überhaupt kein Verständnis dafür. Wenigstens einen Teil der Strafe hätte er sitzen müssen. Und schade, dass man den Schaden, den er seiner Feuerwehr angetan hat, nicht im Strafmaß bemessen kann.

  2. Daniel sagt:

    Kann mich da nur anschließen.

    „Strafmildernd wertete das Gericht die Tatsache, dass sich der Mann seit anderthalb Jahren freiwillig einer Psychotherapie unterzieht.“

    Das mag vielleicht weitere Opfer vorbeugen, aber den schon vorhandenen Opfern hilft das herzlich wenig…

    Da noch Bewährung ist für mich auch unverständlich. Und solche Menschen ziehen dann noch den Ruf von HiOrgs / gemeinnützigen Organisationen allgemein in den Dreck…

  3. Sven sagt:

    Eine Bewährungsstrae halte ich bei sochen Leuten für zu gering. Ich bin für eine öffentliche Datenbank wo Jeder sehen kann wo der nächste Kinderschänder oder Vergewaltiger wohnt. Wie das Vorbild aus den USA. Die haben mitr diesem SSystem schon beachtliche Erfolge erziehlt. Des weiteren sollten solche Personen nicht das recht haben anonym weiter zu Leben oder gar eine nichtöffentliche Verhandlung zu bekommen.
    Leider wird bei solchen Stratätern immer gesagt das Sie warscheinlich eine schwehre Kindheit gehabt haben oder so. Aber gibt es Ihene daher das Recht die Kindheit oder das Leben anderer zu zerstören ? – Nein
    Daher binn ich für eine maximal Verurteilung von solchen Personen und das aberkennen des persöhnilchkeits Rechtes. Soll jeder wissen eas diese Leute verbrochen habe

  4. Martin Horn sagt:

    Ein ähnlich schlimmer fall in Österreich:

    http://kurier.at/nachrichten/niederoesterreich/2045589.php

  5. anonymer sagt:

    Ich als Pädophiler bin auch ein wenig überrascht über diese Milde, die man vom Landgericht Frankfurt so nicht gewohnt ist…
    Aber das zeigt eines: Man muss diese Fälle extrem gut kennen um urteilen zu können! Es war keine Vergewaltigung,von Gewalt (das der junge es uneinvernehmlich gemacht hat) ist auch nicht die Rede!

    Mit einer Strafe auf Bewährung istz den meisten aber mehr gedient. Mit den Meisten ist die Gesellschaft gemeint, denn in einer JVA hat man keine Chance auf Therapie. Therapie nicht im Sinne einer behandlung wegen Krankheit, sondern im Sinne von Strategien zur Tatvermeidung, Lebenshilfe und Empathiefindung.

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