Montag, 29. Mai 2017

Feuerwehr-Sonntag beim Weltcup-Skispringen in Willingen

31. Januar 2017 von  

Willingen (HE) – Am vergangenen Wochenende hatte der Ski-Club Willingen in Zusammenarbeit mit den Landesfeuerwehrverbänden Nordrhein-Westfalen und Hessen alle Feuerwehren in den Bundesländern eingeladen: Über 2.000 Feuerwehrleute ließen sich das Skisprung-Event an der Mühlenkopfschanze nicht entgehen. Unser Praktikant Philipp Jasper von der Feuerwehr Hopsten (Kreis Steinfurt) war einer von ihnen. Er schildert seine Eindrücke.

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Feuerwehrleute aus NRW und Hessen waren beim Skisprung Weltcup eingeladen. Foto: P. Jasper

Was für ein Wochenende?! Am frühen Sonntagmorgen hatten wir uns mit acht Kameraden der Feuerwehr Hopsten auf den Weg gemacht. Unser Ziel: Willingen im Sauerland – zum Weltcup im Skispringen an der berühmten Mühlenkopfschanze. Ein Mitglied unserer Wehr ist zuvor auf das Angebot vom Verband der Feuerwehren in NRW auf die Aktion aufmerksam geworden. Wir waren uns einig: Klasse Aktion. Für nur 5 Euro konnte man als Mitglied einer Feuerwehr direkt an der Schanze das große Springen miterleben. Da wollten wir dabei sein.

So ging es also Richtung Sauerland, und schon auf der Autobahn wurde uns klar: Die Idee hatten scheinbar auch eine ganze Menge anderer Feuerwehren. Zahllose rote Autos trafen wir schon auf der Anfahrt. Gleiches Bild auch auf den Parkplätzen rund um die Sprungschanze. Blaulichtbalken und Feuerwehr-Jacken soweit das Auge reicht.

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Ein ganzer Block wurde für die Feuerwehrleute freigehalten. Foto: P. Jasper

Eine Besonderheit: Alle aktiven Feuerwehrleute und auch die Jugendfeuerwehr mussten ihre Schutzausrüstung tragen. Eine Vorgabe, die die Meisten wohl gerne in Kauf genommen hatten. Und wie so oft haben wir festgestellt: Die gleichen Klamotten senken die Hemmschwelle, um ins Gespräch zu kommen. Andere Feuerwehren kennenlernen, auch das bringt so ein Großevent in Uniform mit sich.

>>Winterhandschuhe im Feuerwehr-Design

Eine Sache hat uns jedoch sprachlos gemacht: Auf dem Parkplatz trafen wir doch tatsächlich auf Mitglieder einer Jugendfeuerwehr, die sich mit Bierflaschen und Zigaretten in den Händen auf den Weg zum Pendelbus machten. Wir hätten nie gedacht, dass es tatsächlich noch Jugendfeuerwehren gibt, bei denen dieses Thema nicht tabu ist.

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Auf Stehplätzen direkt neben der Schanze hatte man den besten Überblick. Foto: P. Jasper

An der Schanze angekommen hatten die Organisatoren ganze Arbeit geleistet, für die Feuerwehren wurde ein ganzer Block mit Stehplätzen direkt neben der Schanze freigehalten. Ganz entspannt und ganz ohne Gedränge konnten wir so die Sprünge direkt auf Höhe des Konstruktionspunkt (in etwa die Landezone) beobachten.

Immer wieder wurden wir von anderen, zivilen Besuchern angesprochen: „Warum sind hier so viele von Euch?“, „Ist hier irgendetwas passiert?“. Die Antwort war immer die gleiche: „Nein, hier ist alles in Ordnung, wir wurden bloß eingeladen.“

Galerie zum Skispring-Event bei Lauffeuer-Online:

Das eigentliche Springen war dann das Highlight des Tages. Beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit sich die Sportler die Schanze runterstürzten. Auch wenn wir alle keine wirklichen Skisprung-Fans sind, waren wir uns einig: Skispringen, das muss man auf jeden Fall mal live gesehen haben. Sportlich gesehen hatte Andreas Wellinger aus Ruhpolding die Nase vorn. Er gewann vor über 17.000 Zuschauern das große Springen. Die Stimmung von Seiten der Fans und der Feuerwehr hätte besser nicht sein können, „fast schon wie im Fußballstadion“ waren wir uns sicher.

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Mit ihren Brettern unter den Füßen flogen die besten Sportler über 100 Meter weit. Foto: P. Jasper

Wir hoffen, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen Feuerwehr-Sonntag für die Kameraden gibt. Wir können das große Skispringen als Ausflug jedenfalls nur empfehlen. Anmeldungen laufen übrigens über der Internetseite des Ski-Clubs Willingen. Ein ganz großes Dankeschön für diesen erlebnisreichen Tag gilt natürlich den Organisatoren.

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Besonders viele Jugendfeuerwehr-Mitglieder ließen sich das große Springen mit ihren Betreuern nicht entgehen. Foto: P. Jasper

 

 

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