Freitag, 9. Dezember 2016

Feuerwehr-Parcours als Öffentlichkeitsarbeit

Kiel (SH) – Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein betreibt mit einer neuen Idee Öffentlichkeitsarbeit: Das aufblasbare Aktionsmodul „Feuertaufe“ soll bei Veranstaltungen Kinder begeistern – und gleichzeitig Erwachsenen im Umfeld Informationen zur Feuerwehr bieten.

Drei Gebläse hauchen einer riesigen PVC-Plane des Moduls Leben ein. Wenn die Hülle mit Luft gefüllt ist, bildet sie ein überdimensionales Feuerwehrfahrzeug, das vor einem brennenden Gebäude steht. Links und rechts können die (kleinen) Besucher in einen Hindernisparcours einsteigen, der auch den vier Meter hohen Aufstieg in das „brennende Gebäude“ beinhaltet, und per Rutsche geht es dann wieder nach unten. „Mit dieser Anlage haben wir ein einzigartiges Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Landesbrandmeister Detlef Radtke, der auch betont, dass die „Feuertaufe“ keine klassische Hüpfburg ist. Die Verantwortlichen wollen die Gelegenheit nutzen, mit Eltern über deren Möglichkeiten im Ehrenamt Feuerwehr zu sprechen, während sich der Nachwuchs in der Anlage vergnügt.

Aktionsmodul wird auf Anhänger transportiert

Die Anlage hat beachtliche Dimensionen: sie benötigt eine Grundfläche von 10 mal 12 Metern und ragt 7 Meter in die Höhe. Transportiert werden die 700 Kilogramm schwere Folie und das technische Zubehör in einem speziellen Zweiachsanhänger. Zum Einsatz kommt die „Feuertaufe“ in diesem Jahr erstmals auf der Messe „Norla“ in Rendsburg. Der Landesfeuerwehrverband bietet aber auf seiner Standfläche noch viel mehr: Spiele und Gewinne für die Kleinen (darunter jeden Tag eine Familienkarte für den Hansa-Park) und jede Menge Informationen für die Erwachsenen. Brandheiß geht es auch an einem Simulator zu, an dem jeder Messebesucher unter fachkundiger Anleitung selbst einen Brand mit einem Handfeuerlöscher löschen kann.

Ist das Aktionsmodul auch ausleihbar?

Aktuell bietet der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein das Aktionsmodul nicht zum Ausleihen an. Erst in den kommenden Monaten wird geklärt, unter welchen Voraussetzungen die Anlage verliehen wird. Sobald diese feststehen, wird der LFV auf seiner Website darüber informieren. Fest steht aber schon jetzt: Die Anlage wird nicht außerhalb Schleswig-Holsteins verliehen.

Im Rahmen der neuen Forumsveranstaltung „Junge Norla“ am Freitag (10 und 11.50 Uhr, Forum) wird der Dachverband der Feuerwehren auch über das Ehrenamt freiwillige Feuerwehr informieren. Hierzu werden Chefkorrespondent Carsten Kock von Radio Schleswig-Holstein und LFV-Sprecher Holger Bauer Inputs geben und mit Schülern diskutieren.

Ein Hindernisparcour, keine Hüpfburg: Das Modul "Feuertaufe" des LFV Schleswig-Holstein. Foto: LFV

Ein Hindernisparcour, keine Hüpfburg: Das Modul „Feuertaufe“ des LFV Schleswig-Holstein. Foto: LFV

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