Freitag, 23. Juni 2017

Notfallkonzept: 5.200 Feuerwehrleute bei G20-Gipfel in Hamburg

16. Juni 2017 von  

Hamburg – Die Hamburger Feuerwehr stellt ein neues Notfallkonzept für den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli 2017 vor. 5.200 Kräfte, davon etwa die Hälfte ehrenamtlich, neue Fahrzeuge sowie Maßnahmen für den Massenanfall von Verletzten (MANV) sind eingeplant.

Die Feuerwehr Hamburg stellt ihr Notfallkonzept für den G20-Gipfel vor. Symbolfoto: Jann


Unterstützung erhalten die Hansestädter von Kräften der Berufsfeuerwehren aus Berlin und Nordrhein-Westfalen. Zudem ist „eine Dekontaminationseinheit der freiwilligen Feuerwehr aus Hannover angefordert. Diese hatte bereits zu einem Besuch des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama die Sicherheitsprüfung des Secret Service absolviert. Daher ist sie im Notfall dafür zertifiziert, bei der US-Delegation zum Einsatz zu kommen“, berichtet uns Jan Ole Unger, Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg.

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Insbesondere für den Massenanfall von Verletzten haben die Hamburger vorgesorgt. Unger: „Wir haben sechs NEF zu Gerätewagen MANV umbauen lassen. Diese wären auf Grund der Umstellung unseres MANV-Konzeptes dieses Jahr sowieso in Dienst gestellt worden, nun haben wir sie vor dem G20 fertiggestellt.“

MANV-Maßnahmen bestehen außerdem in einer eingerichteten Dauerbereitschaft von drei Gerätewagen Rettungsdienst (GW-RD) sowie speziellen Einsatztaschen mit Patientenanhängezetteln und Wundversorgungskits für schwere Blutungen. Für die Sicherheit des Gipfels sorgen mehr als 15.000 Einsatzkräfte der Polizei, 5.200 Feuerwehrleute sowie Freiwillige mehrerer Hilfsorganisationen.

In unserem eDossier „Feuer auf Containerschiff“ schildern wir den Ablauf der 83-stündigen Personal- und Materialschlacht im Hamburger Hafen, die selbst Deutschlands zweitgrößte Feuerwehr an ihre Grenzen bringt. Ein 300 Meter langes Containerschiff brennt. Die Feuerwehr löscht zeitweise mit Kohlendioxid und verbraucht 65.000 Liter Schaummittel.

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Der G20-Gipfel ist ein Treffen von 19 Nationen, der EU und internationalen Organisationen. Die „Gruppe der 20“ tauscht bei ihrer Zusammenkunft Informationen aus und diskutiert über unterschiedliche Themen. Als Teilnehmer werden Staats- und Regierungschefs der Länder Deutschland, Argentinien, Großbritannien, Saudi-Arabien, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Indonesien, Russland, Südafrika, Italien, Südkorea, Türkei, Mexiko und der USA erwartet. Rechtlich wirksame Beschlüsse werden dabei nicht gefasst. Die Großveranstaltung wird dieses Jahr auf dem Gelände der Messe Hamburg ausgetragen.

Kommentare

2 Kommentare zu “Notfallkonzept: 5.200 Feuerwehrleute bei G20-Gipfel in Hamburg”
  1. Jörg sagt:

    Was man von dieser Geldverbrennerei hält, spielt ja sowieso keine Rolle. Den nächsten Gipfel bitte auf Helgoland, da kann dann ein Flugzeugträger mit seiner Carrier-Group für Sicherheit sorgen. Was ich aber eine Frechheit finde, ist dass sich eine deutsch Feuerwehrspezialeinheit durch den Secret Service zertifizieren lassen muss, damit sie die Berechtigung hat, zu helfen??? Was für eine grenzenlose Arroganz….. Sollen die doch ihre eigenen mitbringen…

  2. Hans Sauer sagt:

    „Zertifizierung“ durch den Secret Service? ich könnte kot… Wer macht den so einen Blödsinn mit? Wenn sich die Amis nicht „unzertifiziert“ helfen lassen wollen – bitte schön Ihr Problem In case of emergancy please call 911. Als freiwilliger hätte ich da recht deutlich Nein Danke gesagt, meine Daten in den Händern der Amis? Never ever.

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