Freitag, 9. Dezember 2016

Feuerwehr lässt es bei Fortbildung krachen

27. November 2014 von  

Alkoven (Österreich) – Die meisten Feuerwehrleute lieben es, wenn es bei Übungen pufft, kracht und dazu noch hell leuchtet. Einer der letzten Dienstabende der Feuerwehr Alkoven in Oberösterreich in diesem Jahr stieß daher sicherlich auf besonders großes Interesse, denn die Kameraden haben es mal so richtig krachen lassen. Ein Fachmann demonstrierte den Feuerwehrleuten den richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern, zeigte Gefahren auf und stellte den österreichischen Feuerwehrsprengdienst vor.

Der Jahreswechsel ist nur noch wenige Wochen entfernt und in der Silvesternacht wird sicherlich wieder viel Feuerwerk abgebrannt. Doch der Umgang mit Pyrotechnik darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Besondere Gefahren gehen von Knallkörpern aus dem Ausland aus, die den Klassen 3 und 4 zugeordnet werden. Der Pyrotechniker warnte die Feuerwehrangehörigen auch vor harmlos klingenden Produktnamen. Auch lange Zündschnüre sind kein eindeutiger Hinweis auf ein sicheres Knallvergnügen.

Effektvoller Feuerwehrdienst. Die Feuerwehr Alkoven in Österreich ließ sich von einem Fachmann gefährliches Feuerwerk vorführen. Foto: Hermann Kollinger

Effektvoller Feuerwehrdienst. Die Feuerwehr Alkoven in Österreich ließ sich von einem Fachmann gefährliches Feuerwerk vorführen. Foto: Hermann Kollinger

Robert Kastner, Sprengbefugter bei der Feuerwehr, riet seinen Kameraden auch selbst mit Silvesterraketen vorsichtig zu hantieren. Deren Abschuss sollte nur mit Aufstellboxen auf festen Plätzen erfolgen. Raketen mit abgebrochenem Stiel dürfen keinesfalls mehr abgeschossen werden, da sie ohne den Stiel nicht kontrolliert aufsteigen können. Mit zahlreichen imposanten Vorführungen untermauerte der Pyrotechniker seine Argumente. Die Feuerwehr war hierfür extra auf das Gelände eines Schotterwerkes gefahren. Dort konnten die Feuerwehrleute sicher üben.

Auto mit Böller entzündet

Dort wurde sogar ein ausgedientes Auto mit ausländischen Böllern, die in Österreich teilweise frei erhältlich im Handel sind, in Brand gesetzt. Wegen der genannten Gefahren erfolgte die Zündung sicherheitshalber per Fernzündung. Die gewaltige Wirkung und zugleich fatale Wirkung der verbotenen Silvesterkracher konnte eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Bei dieser Gelegenheit konnten die Einsatzkräfte auch gleich das Löschen eines Pkw-Brandes üben. Der über zwei Stunden dauernde Dienst brachte den Feuerwehrleuten so nützliches Wissen für den Alltag in der Freizeit als auch im Feuerwehrdienst.

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Den Feuerwerker in den eigenen Reihen zu haben, ist dem Umstand zu verdanken, dass in Österreich landesweit mehrere Sprenggruppen betrieben werden, die beispielsweise bei besonderen Gefahren Schnee, Eis, Treibgut oder Sturmholz per Sprengladung beseitigen.

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