Samstag, 10. Dezember 2016

Die 7 Werte der (Jugend-)Feuerwehr

18. Dezember 2014 von  

Zum 50-jährigen Jubiläum haben die Delegierten der Deutschen Jugendfeuerwehr in diesem Jahr sieben Werte beschlossen. „Sie sollen als Wegweiser für die Jugendarbeit in den Feuerwehren und in den Verbänden wirken“, sagt Bundesjugendsprecher Moritz Salomon, „sowie die Jugendfeuerwehr nach außen beschreiben.“ Entstanden sind die sieben Begriffe in drei Konferenzen im „Forum JugendfeuerWEhRT“, gefördert durch das Bundesprogramm „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Besonders Jugendsprecher aus ganz Deutschland konnten sich in dieses Projekt einbringen.

Die Werte können nicht nur auf Jugendarbeit bezogen werden, sondern auch für das Engagement in freiwilligen Feuerwehren gelten. Viele der Begriffe finden sich wörtlich oder thematisch in der Serie Menschenführung des Feuerwehr-Magazins wieder. Immer wiederkehrend sind Kameradschaft und Wertschätzung.

Jugendarbeit_Werte

Kameradschaft ist einer von sieben Werte der Jugendfeuerwehr. Dieser Begriff spielt auch für Aktive in der freiwilligen Feuerwehr eine wichtige Rolle. Foto: Peter van Heesen

In einem Positionspapier werden die sieben Werte aufgeführt und erklärt:

„Die Sicherung des Nachwuchses für den aktiven Feuerwehrdienst ist nicht der einzige Auftrag der Jugendfeuerwehr. Die Bildung verschiedener Kompetenzen und das Vorleben von Werten ist ein mindestens genauso bedeutender Aufgabenbestandteil. Dabei werden die folgenden Werte nicht nur von den Jugendlichen, sondern auch von den Jugendwarten und anderen Führungspersonen, tagtäglich in der Jugendfeuerwehr demokratisch gelebt. Werte sind nicht angeboren, sondern werden durch Vorbilder geprägt. Die Jugendfeuerwehr ist daher eine Organisation, welche sich stark von anderen Verbänden abhebt. Dadurch fungiert sie als vorbildliches und ideales Hobby für Kinder und Jugendliche.

Spaß

Der Spaß in der Jugendfeuerwehr steht bei uns im Vordergrund. Jugendleiterinnen, Jugendleiter und Mitglieder sind ehrenamtlich aktiv, betreiben Feuerwehr in ihrer Freizeit. Mit Spaß können alle ihrem Hobby nachgehen.

Kameradschaft

Der gegenseitige Respekt in Verbindung mit der Kritikfähigkeit jedes Einzelnen bildet das gegenseitige Vertrauen in der Gemeinschaft. Ein faires Handeln nach dem Motto „Einer für Alle – Alle für Einen“ macht den Wert Kameradschaft in der Jugendfeuerwehr aus.

Individuelle Vielfalt

Wir sind offen für vieles, aber nicht für alles. Die Individualität unserer Mitglieder zeichnet unsere Vielfalt in der Gemeinschaft aus und fördert Toleranz.

Hilfsbereitschaft

Hilfsbereitschaft ist ein Grundelement der Jugendfeuerwehr, welches stetig herausgebildet und gefördert wird. Sie wirkt nach außen und in der Gemeinschaft gleichermaßen.

Mitbestimmung

Das Einbringen von Meinungen und das Umsetzen von Ideen gehören in der Jugendfeuerwehr dazu. Jede und jeder soll die Möglichkeit erhalten, sich aktiv in die Arbeit der Jugendfeuerwehr und der Verbände einzubringen und somit das Jugendfeuerwehrleben zu bereichern. Es gilt, Demokratie zu fördern und die Stimmen junger Menschen nicht nur zu hören, sondern auch wirken zu lassen.

Ehrenamtliches Engagement

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre die Arbeit in der Jugendfeuerwehr nicht möglich. Jugendleiterinnen und Jugendleiter leisten Ehrenamt über den Feuerwehrdienst hinaus, Jugendliche werden für ehrenamtliches Engagement begeistert.

Wertschätzung

Für die geleistete Arbeit in der Jugendfeuerwehr muss die Wertschätzung selbstverständlich sein – sowohl gegenüber den Jugendleiterinnen und Jugendleitern als auch den Mitgliedern. Sie ist spürbar über die Anerkennung in der Gesellschaft und muss auch in der Jugendfeuerwehr gelebt werden.“

Quelle: Deutsche Jugendfeuerwehr / www.jugendfeuerwehr.de

In der Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 1/2015 geben wir in der Serie Menschenführung Tipps, was für gute Jugendfeuerwehrarbeit wichtig ist.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!