Mittwoch, 23. August 2017

Crashtest zeigt verheerende Wirkung

München – Ein Test des ADAC beweist, dass die üblichen Crashtests „Fahrzeug gegen Barriere“ im Bezug auf Realunfälle nicht aussagekräftig genug sind. Die Frontalkollision von zwei Pkw zeigt deutlich, dass die Fahrzeughersteller in diesem Fall noch Nachholbedarf in Sachen Insassensicherheit und Kompatibiliät der Fahrzeuge haben. Der Automobilclub fordert: Hersteller müssen Fahrzeuge besser aufeinander abstimmen.

Frontalzusammenstoß zweier Pkw im Crashtest. Foto: ADACDer ADAC inszenierte eine Crashtest mit zwei vergleichbar großen Pkw, die mit 40 Prozent Überdeckung und jeweils 56 km/h Geschwindigkeit kollidieren. Das Ergebnis laut ADAC: „Sowohl beim Peugeot 308 als auch beim Ford Fiesta, die beide als sehr sicher gelten, ist das Verletzungsrisiko erheblich, weil sich die Energie aufnehmenden tragenden Strukturen der Autos verfehlen. Sie können sich nicht optimal gegeneinander abstützen, die Knautschzonen bleiben teilweise ungenutzt, die Fahrgastzellen erreichen die Grenze ihrer Stabilität.“

Was bei unterschiedlich großen Pkw, wie zum Beispiel einem Gelände- und einem Kleinwagen, nicht überraschend wäre, gilt auch für ähnlich große Fahrzeuge. Das Verletzungsrisiko der Insassen sollte durch Anpassung der Frontstrukturen der Pkw und Stabilisierung der Querträger vermindert werden, fordert der Automobilclub.

Zudem müssten die Schutzstrukturen bei einer Kollision über die gesamte Fahrzeugbreite wirken und auch in ihrer Höhe einen größeren Bereich abdecken können. So würde ein breites Schild entstehen, wenn sich die Längsträger nicht komplett treffen.

Laut ADAC-Unfallforschung könne mit diesen Maßnahmen das Verletzungsrisiko um bis zu sieben Prozent verringert werden. Das ergäbe jährlich über 150 Verkehrstote und etwa 2.100 Schwerverletzte weniger. (Foto: ADAC)

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