Brandstifter zieht zündelnd durch die Stadt

Minden (NW) – Ein “Feuerteufel” hat am Montagabend Polizei und Feuerwehr im Bereich Petershagen und Minden in Atem gehalten. Der möglicherweise geistig verwirrte Mann legte innerhalb von zweieinhalb Stunden sieben Brände. Die Polizei konnte den mutmaßlichen Brandstifter festnehmen – und prüft, ob er für weitere Feuer verantwortlich ist.

Einer der vorsätzlich gelegten Brände. Foto: PolizeiDer 37-jährige Mann begann seine Serie gegen 20 Uhr in Petershagen. Hier setzte er offenbar einen Holzstapel unter einem Garten-Baumhaus in Brand. Im Laufe des Abends zog er durch die Mindener Nordstadt. Im Minutentakt brannten an weiteren Tatorten insgesamt fünf Autos und zwei Container. In allen Fällen benutzte der Täter Grillanzünder als Brandsatz. Verschiedene Zeugen konnten von ihm eine sehr genaue Beschreibung abgeben. Markant war hierbei sein rotes Fahrrad, dass mit einem Lenkerkorb ausgerüstet war.

Gegen 23.45 Uhr führte die groß angelegte Fahndungsaktion nach dem Brandstifter zum Erfolg. Unterstützende Beamte der Portaner Polizeiwache stießen auf den Täter. Er führte eine Plastiktüte mit sich, in der die Brandutensilien gefunden wurden. Der alkoholisierte Mann war nicht in der Lage, Fragen zum Tatvorwurf zu beantworten. Aufgrund seiner sprunghaften Aggressivität musste er -auch zu seinem eigenen Schutz- gefesselt werden. Er wurde durch eine Amtsärztin noch in der Nacht in das Lübbecker Kreiskrankenhaus eingewiesen.

Der Täter steht im Verdacht bereits mehrfach im Bereich Petershagen und Minden-Nord gezündelt zu haben.

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