BF Wolfsburg: So soll die neue Wache aussehen

Wolfsburg (NI) – Die Berufsfeuerwehr Wolfsburg bekommt eine neue Feuer- und Rettungswache. Bevor aber überhaupt ein Stein auf den anderen gesetzt wird, wurde der Planungsauftrag per Architektenwettbewerb vergeben. An die ersten drei platzierten Planungsbüros werden Preisgelder von insgesamt 100.000 Euro ausgeschüttet. An dem Kampf um den begehrten Auftrag nahmen insgesamt 128 Architekten teil.

Die bisherige Wache der Wolfsburger an der Dieselstraße stammt aus dem Jahr 1956 und wurde immer wieder erweitert. Nun soll in direkter Nachbarschaft ein Neubau entstehen. Die Verantwortlichen der Stadt Wolfsburg stellen an das Gebäude einen hohen Anspruch an die Funktionalität und Sicherheit. Um hierfür einen geeigneten Fachplaner zu finden, hat die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgerufen. Von insgesamt 128 Bewerbern kamen 15 in die engere Auswahl und wurden aufgefordert ihre Entwürfe einzureichen.

Dem Gewinner winkte neben dem Planungsauftrag ein Preisgeld von 40.000 Euro. Eine Jury unter Vorsitz von Professor Rolf Schuster, Architekt aus Düsseldorf, hat die Vorstellungen der Planungsbüros geprüft und bewertet. Das Urteil fiel eindeutig aus. Der Siegerentwurf kam von Gatermann + Schossig aus Köln. Neben den gestellten Anforderungen überzeugte der Entwurf auch aus gestalterischer Sicht. “Der städtebaulich wirkungsvolle Bau bleibt bewusst ein Stück vom Amselweg zurück und sieht hier ein großzügiges Baumdach vor, das ein grünes Entree in das künftige Wohnquartier schafft”, nennt Stadtbaurätin Monika Thomas einen weiteren Grund der für den Entwurf spricht.

In dem Ranking landeten gleich zwei Mitbewerber auf dem zweiten Platz. Dies sind Pussert Kosch Architekten aus Dresden und Struhk Architekten aus Braunschweig. Beide erhalten ebenfalls ein Preisgeld in Höhe von jeweils immer noch 30.000 Euro. (Grafik: Stadt Wolfsburg)

18 Kommentare zu “BF Wolfsburg: So soll die neue Wache aussehen”
  1. Hm schon mal 100.000 € Flöten gegangen ohne das nur ein Sandkorn bewegt wurde klasse leistung . Es gibt bestimmt auch in Wolfsburg bedürftige Stellen wie eine Tafel oder ähnliches die sich über das Geld gefreut hätten.

  2. Mathias Fischer

    Ja. Es ist toll, immer Architekten-Wettbewerbe zu veranstalten.
    In Trier (RLP) verzögert sich die neue Wache II deshalb um 1-2 Jahre:
    Die Stadtwerke sollten die Wache Plane und bauen(steht auf deren alten Gelände). Diese Pläne wurden dann vom Land RLP auch genehmigt und der Zuschuss (5 Mio von 12 Mio gesamtkosten) freigegeben. Großer Spatenstich mit IM, OB und dessen Frau , der Ministerpräsidentin und allem Pipapo.
    Dann fällt dem Bauausschuss auf , das er ja gar nichts mitbestimmen durfte. Also: Flux nen Architekten-Wettbewerb veranstaltet. Kosten hierfür sind natürlich aus Bauetat zu zahlen(ohne Erhöhung).
    dabei wollte Feuerwehr einen reinen Zweckbau mit Wache und Abstellhallen. Lage in Indu-Gebiet zw. Bahngleisen,2 Bundesstraßen, also eh kein Schönheitspreis nötig. Nur Einfach und praktisch.

  3. Ich werd’s nie verstehen warum Architekten neben den zum Teil exorbitanten Summen auch noch ein Preisgeld bekommen müssen. Als ob sie durch den Auftrag selbst nicht schon genug verdienen würden. Dann doch bitte auch jeden mittelständischem Betrieb und Handwerker der eine Ausschreibung gewinnt auch ein Preisgeld.

  4. Das Preisgeld wird dem Honorar des Architekten angerechnet. Die meisten Teilnehmer, auch Architekten, gehen leer aus. Die Kosten für einen solchen Wettbewerb belaufen sich auf 10-20 T€.

  5. @ pascal

    die neue feuerwache wird direkt neben die alte wache gebaut.
    die w-a-s (städtische abfallwirtschaft) die bis jetzt dort ihren sitz hat zieht um – somit ist der platz dann frei.
    baubeginn soll dieses jahr sein 😉

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