Dienstag, 25. Juli 2017

Baden-Württemberg: weg vom „Einheits-Feuerwehrmitglied“

27. Juni 2015 von  

Stuttgart (BW) – Umfangreiche Änderungen am Feuerwehrgesetz des Landes Baden-Württemberg sollen zu Verbesserungen im Feuerwehrwesen führen und eine bessere Vereinbarkeit von ehrenamtlicher Tätigkeit, Beruf und Familie ermöglichen.

Ein Augenmerk liegt deshalb darauf, den Feuerwehrdienst arbeitsteiliger zu gestalten. Feuerwehrleute sollen künftig nur in einzelnen Bereichen ausgebildet werden können und auch nur in diesen zum Einsatz kommen. Somit wäre der Dienst weniger zeitintensiv.

Darüber hinaus wird in den Änderungen deutlicher gemacht, welche Ansprüche die Gemeinden auf Kostenersatz gegenüber den Verursachern von Fehlalarmen haben. Klargestellt wird auch, dass Angehörige im Katastrophenschutz prinzipiell die gleichen Ansprüche auf den Ersatz von Verdienstausfall gegenüber den Gemeinden haben wie die Feuerwehrkräfte.

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Kommentare

5 Kommentare zu “Baden-Württemberg: weg vom „Einheits-Feuerwehrmitglied“”
  1. Frank Kleisinger sagt:

    wie soll das denn bitteschön Funktionieren?

  2. Uli sagt:

    Und wie willst du das weiterhin dem Arbeitgeber erklären, das du weg musst?? Ich hatte schon bei 2 Arbeitgeber größte Schwierigkeiten, nach Alarm zu gehen. Daran sollte man mal lieber arbeiten.

  3. Jürgen sagt:

    Es fehlen ja jetzt schon die Kräfte in den Abteilungen. Mit “ Halber Ausbildung “ werden es ja noch weniger. Solche eine Idee kann nur von Passiven aus der Verwaltung kommen.

  4. Henning sagt:

    Was ist nur in BaWü los. Die Freiwilligen Feuerwehren zeigen tagtäglich ihre hohe Leistungsfähigkeit. Bei Einsätzen kann grundsätzlich alles passieren. Nur „teil-fachausgebildete“ Feuerwehrfrauen- und Männer können das nicht sicherstellen.Was sagen die Unfallkassen dazu?
    Wahrscheinlich will man Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen, und damit Landes-Personal sparen.

  5. Tina sagt:

    Ich sehe das ganz anders. Eher als Chance.
    Ich bin seit über 15 Jahren aktives Feuerwehrmitglied. Habe Grund- Atemschutzausbildung, in wenigen Wochen Funkausbildung, und war jahrelang auch Jugendwartin. Fachliches Wissen habe ich bestimmt. Nun habe ich ein körperliches Handicap, das es eben nur erlaubt mich in bestimmten Positionen einzusetzen. Und dazu gehört eben auch der Angriffstrupp, der früher immer mein Steckenpferd war. Ich würde mich gerne weiterentwickeln, bin aber gesundheitlich nicht in der Lage das Leistungsabzeichen oder den Truppführer-Lehrgang zu absolvieren. Also trete ich gewissermaßen auf der Stelle.
    Ganz ehrlich, wie viele Feuerwehrkamerad(inn)en gibt es, die zwar Gruppen- und Zugführerlehrgänge besucht haben, aber in keinster Weise dazu in der Lage sind, eine Gruppe oder gar einen Zug im Einsatzfall vernünftig anzuleiten und Führungsqualitäten zu beweisen.
    Und wie viele gibt es, die absolutes Fachwissen haben, und für leitende, oder andere unterbesetzte Positionen gut und wichtig wären, die aber aus beruflichen, gesundheitlichen oder familiären Gründen (da denke ich eben auch an Feuerwehrfrauen) nicht in der Lage sind alle erforderlichen Lehrgänge in der vorgegebenen Reihenfolge zu absolvieren.
    Ich denke genau für diese Situationen ist diese Regelung eine große Chance. Gerade für kleine ländliche Wehren, wo man auf Grund geringer Gruppenstärke auf jedes Mitglied angewiesen ist.
    Bitte nicht falsch verstehen. Man sollte niemand ohne Grundausbildung und wenigestens 2 der „ersten“ Lehrgänge gleich zum Zugführer ausbilden. Man sollte aber Kompetenzen richtig fördern dürfen, um sein Team optimal nutzen zu können, und im Einsatz noch effektiver zu sein.

Kommentare

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