Mittwoch, 23. August 2017

Aufbauhersteller Ziegler meldet Insolvenz an

17. August 2011 von  

Giengen/Brenz (BW) – Die „Albert Ziegler GmbH & Co. KG“ hat am 16. August beim zuständigen Amtsgericht Aalen (BW) Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Bruno M. Kübler bestellt, Gründer und Seniorpartner der bundesweit tätigen Kanzlei Kübler. Der Geschäftsbetrieb der Ziegler-Gruppe mit weltweit über 1.000 Mitarbeitern läuft ohne Einschränkungen weiter, heißt es in einer Pressemitteilung. Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

Insolvenzverwalter Kübler will das Unternehmen über einen Insolvenzplan unter Einbeziehung eines Investors sanieren. „Die Ziegler-Gruppe ist in Deutschland Marktführer und gehört auf dem Gebiet der Feuerwehrtechnik weltweit zu den ersten Adressen“, betonte Kübler. „Für ein Unternehmen mit einer derart starken Wettbewerbsposition bietet das Insolvenzverfahren hervorragende Chancen für eine nachhaltige Sanierung.“ Ziel seien ausdrücklich der Erhalt des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze. Dies könne durch den Einstieg eines Investors ermöglicht werden, so der Pressesprecher des Insolvenzverwalters gegenüber feuerwehrmagazin.de. Ebenfalls denkbar sein aber auch, dass das Unternehmen nach der Sanierung unter der bisherigen Gesellschafterstruktur fortgeführt werde.

Kübler hat sich unmittelbar nach seiner Bestellung zum Hauptsitz der Ziegler-Gruppe im baden-württembergischen Giengen an der Brenz begeben und die Mitarbeiter im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert. Gleichzeitig befindet er sich bereits in Kontakt mit den wichtigsten Kunden und Lieferanten, um die Fertigung und Auftragsabwicklung aufrechtzuerhalten. „Wir werden die nächsten Tage nutzen, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren“, sagte Kübler. Anschließend wird er sich ein umfassendes Bild von der finanziellen Lage des Unternehmens machen.

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Geplant sei, dass die Kunden im Prinzip nichts von dem Insolvenzverfahren spüren. Alle Kunden sollen in nächster Zeit informiert werden. Auch die zugesagten Auslieferungstermine von Neufahrzeugen sollten sich nach Auskunft des Pressesprechers halten lassen.  

Die Ziegler-Gruppe fertigt und vertreibt Feuerwehrfahrzeuge und feuerwehrtechnisches Zubehör weltweit. Die Produktpalette umfasst das gesamte Spektrum der Feuerwehrtechnik, von Einsatzkleidung über hochspezialisierte Pump- und Löschsysteme bis hin zu Löschfahrzeugen aller Art. Lediglich Hubrettungsangebote fertigt Ziegler nicht.

Von den weltweit über 1.000 Mitarbeitern sind 620 am Stammsitz in Giengen an der Brenz beschäftigt. Weitere Fertigungsstandorte unterhält die Ziegler-Gruppe in Rendsburg (SH), Mühlau (SN) sowie in Winschoten (Niederlande), Bozen (Italien), Sevilla (Spanien), Zagreb (Kroatien) und Jakarta (Indonesien). Ziegler ist zudem am Sonderfahrzeughersteller Hensel in Waldbrunn beteiligt. Hensel teilte am Mittwoch mit, dass die Gesellschaft nocht von der Insolvenz betroffen sei. „Da wir eine wirtschaftlich und rechtlich eigenständige Firma sind, wird unser operatives Geschäft von den aktuellen Entwicklungen nicht beeinträchtigt“, teilte Geschäftsführerin Ines Hensel mit.

Das Unternehmen war durch das Kartellverfahren in Schwierigkeiten geraten und hatte sich im Anschluss hieran strenge Compliance-Regeln auferlegt. Trotz voller Auslastung in der Produktion war das Unternehmen unter anderem durch die Kartellbuße in Höhe von 8 Millionen Euro in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Erst 2010 hatte Ziegler mehrere Millionen Euro in ein neues Lackierzentrum am Stammsitz in Giengen investiert.

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Im Februar 2010 hatte die Firma Ziegler diese neue Lackierhalle eingeweiht. Jetzt hat die Firma Insolvenz angemeldet. Foto: Hegemann

Kommentare

29 Kommentare zu “Aufbauhersteller Ziegler meldet Insolvenz an”
  1. Markus Frischmann sagt:

    China wir kommen !!!!

  2. Michael Bürger sagt:

    Ohje das hört net gut an. Viele Feuerwehren haben Ziegler Fahrzeuge z.b. meine Feuerwehr Wiesau hat 2 Ziegler Fahrzeuge und wollen bald ein neuen kaufen von Ziegler. Ich hoffe das Ziegler wieder normale Zahlen hat damit die Feuerwehren die Ziegler Fahrzeuge haben oder immer treue Kunden von Ziegler waren weiter hin Ziegler Fahrzeuge kaufen können.

  3. Emil sagt:

    So kann es gehen…
    Erst bei der Mauschelei ganz vorn dabei sein, und dann nicht die Kohle haben, um das auszubaden.
    Was aber viel schlimmer ist: Wo kommt denn jetzt die Kohle her, um die Mitarbeiter zu bezahlen? Genau, aus den öffentlichen Kassen. Über diesen Umweg zahlen wir alle nun schön die Bußemit, die Ziegler ans Kartellamt überwiesen musste.
    Ein tolles Geschäft…
    Man man man!!!!

  4. Christopher B. sagt:

    Wir fahren ein TLF von Metz und Metz gibt es als Hersteller von Löschfahrzeugen nicht mehr. Ist auch kein Problem, wird dann eben durch den Ziegler-Techniker gewartet. Und wenn es den mal nicht mehr geben sollte, dann macht es eben Magirus. Sollte doch alles kein Problem sein.

    Aber soweit ist Ziegler ja noch nicht, das man sich Gedanken über das Fortbestehen der Firma machen müsste. Insolvenz heißt ja noch lange nicht das die Firma abgewickelt und geschlossen wird. Und ich kann mir auch nur sehr sehr schlecht vorstellen das eben dies passiert.

  5. sven sagt:

    Ruhig Freunde – das bedeutet noch lange nicht das Ende von Ziegler!

  6. Sandra sagt:

    Nur zur kleinen Verbesserung. Mühlau liegt in Sachsen und nicht in Thüringen 😉

  7. Uli sagt:

    Da jetzt wohl marktübliche Preise für neue Fahrzeuge erzielt werden, kommen zu der Strafzahlung wohl auch noch geringere Maren dazu. Die Frage ist, wer hat sich die Taschen vollgemacht? Die über Jahre gut bezahlte Geschäftsführung braucht sich keine Sorgen zu machen! Ausbaden muss es ggf. der kleine Beschäftigte und der Steuerzahler! Das Geld bei denen wieder holen, die vorher dick dran verdient haben!!!

  8. Christopher B. sagt:

    „Wo kommt denn jetzt die Kohle her, um die Mitarbeiter zu bezahlen? Genau, aus den öffentlichen Kassen.“

    Seit wann muss der Staat bei einem insolventen Unternehmen die Gehälter zahlen? Und steht nicht im Artikel das die Löhne für mindestens drei Monate sicher sind?

  9. siegfried sagt:

    Es ist vielleicht wirklich nur eine Berichtigung der Zahlen und ein neuer Beginn mit neuen Köpfen und verkleinerter und schlanker Struktur – oder wie man sagt eine Strukturbereinigung die die Allgemeinheit zahlt.

    Es wäre Schade um die vielen engagierten und qualifizierten Mitarbeiter.
    Doch ein Verschwinden von Ziegler würde man in kürzerster Zeit nicht mehr merken, da jede Lücke sich füllt, und es gibt sicher eine Vielzahl an Mitbewerbern die dieses Loch füllen werden.

    Ich hoffe jedoch, das der Wettbewerb unter den Herstellen weiter mit Ziegler stattfinden wird.

  10. Bernd sagt:

    @ alle!

    Ich denk das Sven Recht hat.
    Das ist alles knallharte Kalkulation.
    Es steht auch im Bericht geschrieben, das ein Insolvenzverfahren für solch ein Unternehmen Chancen biete.

    Man wird Schulden los ( welche man sich aufgrund der Wettbewerbsgeschichte redlich verdient hat), der ein oder andere Mitarbeiter bleibt auf der Strecke etc…

    Und wenn das doch den Bach runter geht-
    dann kommt eben ein anderer!

    Solang es die roten Autos gibt, wird es auch wohl welche geben, die sich darum kümmern!

  11. Stefan sagt:

    Mühlau liegt übrigens in Sachsen 😉

  12. Ralf sagt:

    das beste ist das der Hersteller aus einem EU Nachbarland, ganz vorn mitgemischt hat.
    Dann eine anonyme Selbstanzeige gemacht hat, gleichzeitig schon im Jahr davor die Strafe auf die Seite gelegt hat.
    Würde mich nicht wundern wenn diese Firma nun als Investor auftreten wird, um jetzt die Firma Ziegler zu schlucken. So kann man sich den Markt auch sichern und es ist auch einfach für eine Aktiengesellschaft, einen kleinen Mittelständischen Betrieb wie die Firma Ziegler durch so eine Aktion zu zerstören. Diese Firma sollte noch ein zweites mal Strafe zahlen, da sie im Drehleitergeschäft auch Absprachen getroffen hat!
    Wer sagt eigentlich das die Feuerwehrfahrzeuge dadurch teurer geworden sind?
    Eine Deutsche Firma ist doch sowieso bei EU-Ausschreibungen immer im Nachteil!
    Wundert mich nicht das sich da welche zusammensetzen und darüber reden, ist ja auch nicht verboten.
    Sollen die Feuerwehren, die meinen das sie zuviel für ihr Fahrzeug bezahlt haben doch eine Klage einreichen. Ich bin mir sicher das dabei nichts herauskommen wird, nur noch weitere Kosten für den Steuerzahler. Hoffentlich wird diese Angelegenheit bald durch Gerichte geklärt, damit dieser Vorwurf auch mal ausgeräumt wird.
    Nicht nur die Strafe und die Geschäftsleitung hat die Firma Ziegler kaputt gemacht. Nein auch die ganze negative Berichterstattung der Medien, zb. die Sendung Quer mit dem Beitrag über den Herrn aus Memmingen der sich offentsichtlich mit einer Sammmelklage profilieren möchte. Ja liebe Feuerwehren macht doch entlich eure Sammelklage, damit der Spuck einmal ein Ende hat.
    In Zukunft können wahrscheinlich alle günstige Fahrzeuge bei der Firma in unserem schönen Nachbarland kaufen. Ich kann nur dazu sagen das ist der Vorreiter, der das ganze zu Verantworten hat.
    Der Deutsche Staat darf jetzt bald die Strafe dazu verwenden den armen Mitarbeitern ein lächerliches Jahr lang Arbeitlosengeld zu zahlen. Danach

  13. Mitch sagt:

    Christopher B. sagt:
    17. August 2011 um 12:51
    “Wo kommt denn jetzt die Kohle her, um die Mitarbeiter zu bezahlen? Genau, aus den öffentlichen Kassen.”

    Seit wann muss der Staat bei einem insolventen Unternehmen die Gehälter zahlen? Und steht nicht im Artikel das die Löhne für mindestens drei Monate sicher sind

    Die Löhne und Gehälter werden für diese 3 Monate von der Agentur für Arbeit übernommen (Insolvenzrecht). Einfach ausgedrückt von den Steuer-/ Beitragszahlern. Im Umkehrschluss ist dann die Agentur für Arbeit einer der Gläubiger der Firma Ziegler. Das bedeutet, im besten Fall wird Ziegler gerettet und die Agentur bekommt ihr Geld (zum Teil) zurück.
    Diese Chance haben die Mitarbeiter auch verdient. Ausserdem haben sie auch über viele Jahre ihre Beiträge bezahlt. Ich denke das steht hier auch nicht zu Diskussion. Spannender ist doch die Frage wie das Insolvenzgericht gegen die eigentlichen Verursacher (zurückgetretene Geschäftsführung) vorgeht. Auf Abhieb fällt mir dabei „Karstadt“ ein. Der Vergleich der Unternehmen hinkt zwar mächtig aber in der Sache sind auch dort mittlerweile einige, milionenschwere, Verfahren gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden am laufen.

  14. Martin sagt:

    ich hab da keine Bedenken daß es bei Ziegler nicht weiter geht. Das Produkt und der Service sind in Ordnung.Ich drück auch allen Mitarbeitern die Daumen daß sie Ihren Arbeitsplatz behalten.

  15. Christoph Bohnet sagt:

    Vielleicht verwendet das Bundeskartellamt einen Teil des Bußgelds für Hartz IV- Leistungen… Wäre so etwas wie Lohnfortzahlung im Insolvenzfall!

  16. Hatti sagt:

    Irgendwie muss man ja die Strafe wegen der Preisabsprache mit Schlingmann & Co kompensieren. Nun dürfen die die Gläubiger zahlen :-/

  17. Klaus sagt:

    Ich denke, jetzt die Kartellstrafe als Grund vorzuschieben, ist mehr als scheinheilig. Zum Einen ist die Strafe natürlich verdient. Immerhin wurde hier wissentlich geltendes Recht gebrochen. Jeder einfache Privatmann muss mit Konsequenzen rechnen, wenn er Gesetze bricht. Zum Anderen kann es wohl nicht nur die Geldstrafe sein, wenn doch eine so gute Marktposition (Marktführer) besteht. Und wer sich ein bisschen in dem Markt auskennt muss wohl zu dem Schluß kommen, dass hier auch über Jahre schlecht gemanagt wurde. Bezahlen müssen es jetzt die Mitarbeiter, die öffentliche Hand und nicht zuletzt die Gläubiger. Verdienen wird der Insolvenzverwalter und der geheimnisvolle Investor. Bin gespannt, wie das weitergeht.

  18. Ralf sagt:

    wie es auch ausgehen wird.
    Die Mitarbeiter verzichten schon seit Jahren und müßen auch jetzt wieder verzichten. Haben immer ihr bestes gegeben um ein Produkt in guter Qualität zu erstellen.
    Zum Dank droht nun Arbeitslosigkeig, Harz4 und der Verlust von Hab und Gut, nicht zu vergessen das viele im vortgeschrittenen Alter wahrscheinlich nie mehr eine feste Arbeit bekommen werden. Nach einem Jahr kann man dann sein erspartes, das man durch ehrliche Arbeit vom Mund abgespart hat, aufbrauchen.
    Was kommt danach, Zeitarbeit! Super das die Leute jeden Tag zum arbeiten gegangen sind.
    Das schöne an Deutschland ist, das man bestraft wird wenn man arbeiten geht. Wird man krank oder verliert durch andere ihr verschulden seinen Arbeitsplatz, behandelt einen der Staat genauso wie jemand der noch nie Steuern durch Arbeit bezahlt hat.
    Auch in diesem gelobten Land ist man nichts wert.
    Der Betrug zieht sich durch alle gehobenen Bereiche unseres Landes. Das möchte ich mal erleben, das in anderen Sparten z.b. in der Energie und Öl-Lobby u.s.w., wo auch jedes Jahr vom Kartellamt ermittelt wird, Strafen ausgesprochen werden. Das würde sich doch mal lohnen, doch eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

  19. Stefan sagt:

    Die Firma Rosenbauer wird sich freuen. Schon die Pressemitteilung Insolvenz wird vlt. einige Kunden, die jetzt noch mit Ziegler geliebäugelt haben zu Rosenbauer bringen.
    Ansonsten gilt mein Mitgefühl den Mitarbeitern der Firma Ziegler – die jetzt mindenstens ein ungutes Gefühl im Magen haben. Ich hoffe dass die wirtschaftliche Erholung nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen wird.

  20. Pit sagt:

    wie heißt es so schön bei Familienbetrieben:

    „Die 1. Generation baut den Betrieb auf, die 2. Generation erhält ihn und baut aus und die 3. Generation macht ihn kaputt.“

    Traurig, aber wieder mal wahr…

    Ich hoffe für die Mitarbeiter, dass die Sache für sie gut ausgeht und die Schuldigen (s.o.) zur Rechenschaft gezogen werden.

  21. Steffen sagt:

    Insolvent ist man wenn man zur Zeit zahlungsunfähig ist. Wenn genügend Aufträge da sind ändert sich da gar nichts. Also abwarten.

  22. sven sagt:

    Vielleicht noch einw kleine Ergänzung zum Insolvenzgeld – ohne auf Einzelheiten einzugehen:

    Im Prinzip wird mit dieser staatlichen Leistung, die direkt an die Mitarbeiter gezahlt wird, vermieden, dass die Mitarbeiter „von heute auf morgen arbeits werden oder ohne Geld dastehen!

    Gäbe es das Insolvenzgeld nicht, müsste jedes Unternehmen, wenn es einen Insolvenzantrag stellen muss, sofort den Betrieb einstellen! Das wäre nicht sinnvoll, denn vielen Fällen kann das Unternehmen (relativ einfach) saniert werden!

  23. Mark sagt:

    Und noch eine Ergänzung zum Insolvenzgeld. Das Geld von den Unternehmen und nicht vom den Staat. Die Unternehmen zahlen eine Insolvenzgeldumlage, aus der Ziegler jetzt Geld erhält. (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzgeld)
    Weiter denke ich, das Ziegler ganz sicher weiter existieren wird. Ganz einfach aus dm Grund, das Ziegler volle Bücher hat… wenn sich da kein Investor findet, dann weiss ich auch nicht mehr…. Zwar dürfte es einen kleinen Knick in den Auftragseingängen geben, aber dieser wird sich sicherlich zügig dem fast normal Stand wieder näheren. Dies wird spätestens eintreffen, wenn der Insolvenzverwalter bekannt gibt, dass Ziegler durchen einen oder mehrere Invensatoren oder durch Ziegler selber weitergeführt wird.

  24. Sven sagt:

    Woher wollen einige von euch wissen, dass Rosenbauer das Löschfahrzeugkartell angezeigt hat? Wenn dem so gewesen wäre, dann wäre es wie beim Drehleiterkartell (welches wesentlich später von Metz angezeigt wurde und deshalb Metz (Rosenbauer) bei dem 2. Verfahren straffrei bleib). Wenn du keine Beweise hierfür hast sind dies Verleumdungen, welche einen Straftatbestand darstellen können! Außer Rosenbauer gibt es übringens noch die Firmen Magirus, Schlingmann, Gimaex (ehemals Schmitz), Empel, Lentner usw.

    Bezüglich des „geheimnisvollen“ Investors: Der Insolvenzverwalter möchte einen Investor finden, mit dem er das Unternehmen saniert. Es gibt noch keinen Investor! Übringes stehen Unternehmensübernahmen, bzw. von Teilen eines Unternehmens immer unter Vorbehalt des Bundeskartelamtes!!!

  25. MadDog sagt:

    Das bei angeblich so prall gefüllten Auftragssbüchern nur die Kartellstrafe zur Incsolvenz geführt haben soll, kann ich nicht glauben. Da müssen noch andere Faktoren dazu beigetragen haben, das es nun so ist wie es ist.
    Wenn ich aber hier lese, das Schlingmann, Rosenbauer und/oder Iveco Magirus mit daran Schuld haben sollen, das Ziegler in Schieflage geraten ist, kann ich nur lachen. Diese Firmen selber haben, teils sogar höhere, Strafen als Ziegler zahlen müssen. Und ob ich diese Gelder vorher zurück lege und dann bezahle oder sie bei Strafverhängung zahlen muss, ändert nichts daran, das ich zahlen muss. Also faselt im Bezug auf die anderen Hersteller nicht so einen Mumpitz.

  26. Ulli sagt:

    Es will doch niemant bestreiten das die Firma aus dem Nachbarland nach diesem ganzen Trubel besser dasteht wie zuvor. Ich finde es Traurig das Steuergelter (Fahrzeugkauf einer Kommune) ins Nachbarland getragen werden. Das die Absprachen nicht richtig waren möchte ich nicht bestriten, aber da ist auch das Ausschreibungsrecht mit dran Schuld. Kein normaler Mensch holt sich beim Autokauf drei oder vier Preise von verschiedenen Händlern und kauft sich dan das günstigste. Nein jeder geht nochmal hin und Verhandelt nochmal.

  27. Sven sagt:

    Bisher sehe nichts davon, dass Rosenbauer so viel besser da steht. Seit der AT auch in Luckenwalde produziert wird bleibt ein noch größerer Teil im Land (Rosenbauer ist auch Steuerzahler und Arbeitgeber)! Mit deiner Aussage muss man IVECO Magirus auch als ausländisches Unternehmen zählen. Wer ist den Inhaber von Iveco? Fiat! Also fließt hier auch einiges Geld ins Ausland. Wenn man sich die Aufragsvergaben in der letzten Zeit so anschaut ist die Verteilung zwischen Magirus, Rosenbauer und Ziegler noch ungefähr wie zuvor. Schlingmann kann ich jetzt weniger beurteilen.

    Das Ausschreibungsrecht besagt übringes nicht, dass das günstigste Angebot genommen wird, sondern das wirtschaftlichste! Die Wirtschaftlichkeit wird nach den Kriterien der ausschreibenden Stelle festgelegt. Hier können zum Beispiel die Folgekosten (Wartungen oder sogar Wartungsvertrag, usw.), Qualität, zusätzliche Garantieen eine Rolle spielen. Bitte macht euch erst einmal mit den Bestimmungen vertraut, bevor ihr irgendetwas hinausposaunt.

    Ich hatte in den vergangen Jahren mehrfach Aussprachen mit ausschreibenden Stellen, Vergabeprüfstellen und vor kurzem sogar mit dem Bundeskartellamt.

  28. Steffen sagt:

    Endlich mal einer der Schreibt wie viele Denken, es ist schon erschreckend wen man sieht wie viele den Mitbewerber aus Österreich bevorzugen und selbst das FW- magazin in seinem Sonderheft hauptsächlich Sachen von diesem Unternehmen vorstellt ,wo bleibt da die neutralität?Unser Ziegleraufbau ist 10 Jahre alt und ist bis jetzt ohne beanstandungen ,das neue HLF der BF Potsdam steht jetzt bei seinem Hersteller wegen behebung von Mängeln ein gutes ohmen für einen Hersteller der sagt er sei Premium. Die Firma Ziegler wird weiterbestehen und gestärkt aus der Insolvenz hervor gehen.

  29. Sven sagt:

    Jeder Hersteller hat Fahrzeuge die nachgebessert werden müssen. Auch Ziegler. Mitte der neunziger Jahre war z.B. bei einem Fahrzeug ein Einbaufehler bei einem Generator vorhanden. Er funktionierte zwar, war jedoch viel lauter als leistungsstärkere Generatoren. Hier hat es ewig gedauert bis Ziegler das genau herausgefunden hat und behoben hat (mehere Monteurbesuche und ein mehrwöchiger Werksaufenthalt). Ich sehe es auch lieber, wenn das Geld ganz im Land bleibt, jedoch sollte man auf dem Teppich bleiben. Jedem bleibt selbst überlassen, was er beschafft. Interessant wäre auch, wie viele von denen, die sich hier über den Hersteller aus dem Nachbarland beschweren, privat ein Fahrzeug fahren, welches nicht in Deutschland hergestellt wurde oder einen deutschen Hersteller hat (das darf man nicht verwechseln! – z.B. werden die meisten Opel Astra im polnischen GM-Werk in Gliwice gebaut, VW Golf Variant in Mexico, Mercedes-Benz M-Klasse in den USA, VW Touareg in der Slowakei).

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