Samstag, 25. März 2017

Mehr Sicherheit: Niedersachsen weitet Rettungsgassen-Kampagne aus

Hannover (NI) – Niedersachsen baut die im Sommer 2016 gestartete Kampagne „Rettungsgasse“ weiter aus. Innenminister Boris Pistorius will damit den Druck auf Autofahrer erhöhen, bei Unfällen auf Autobahnen Rettungsgassen zu bilden.

Wie das niedersächsische Innenministerium am Montamitteilte, sollen in den kommenden Tagen 50 Spannbänder mit dem Logo „Staubildung: Rettungsgasse“ an besonders unfall- und staugefährdeten Autobahnabschnitten angebracht werden. Zum Auftakt der Kampagne im Sommer 2016 waren bereits 20 solcher Transparente aufgestellt worden. Darüber hinaus werden rund 120 Einsatzfahrzeuge der Polizei mit dem Logo „Rettungsgasse“ versehen.

Der Innenminister fordert außerdem deutlich höhere Bußgelder für die Missachtung der Rettungsgasse: „20 Euro in Deutschland, mehr als 2000 Euro in Österreich. Dort klappt das reibungslos, weil die Folgen dementsprechend einschneidend sind.“

Die Kampagne für Rettungsgassen ist eine gemeinsame Kooperation zwischen der Polizei Niedersachsen, dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der Landesverkehrswacht Niedersachsen, dem ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt, der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport.

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Innenminister Boris Pistorius, ADAC-Vorsitzender Ulrich Krämer und die weiteren Aktionspartner präsentieren das neue Banner zur Rettungsgasse. Foto: ADAC

 

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Die Kampagne soll Autofahrer für das Thema sensibilisieren und für mehr Verkehrssicherheit sorgen. „Nach einem Unfall zählt für Rettungskräfte jede Sekunde. Nur wenn diese freie Fahrt haben, können Sie auch schnell zum Unfallort gelangen. Wir wollen mit allen Kampagnenteilnehmern auch durch die Transparente und das Bekleben der Einsatzwagen die Aufmerksamkeit einmal mehr auf dieses wichtige Thema lenken, da es uns wirklich am Herzen liegt“, erläutert Pistorius.

Bereits letzten Mittwoch ist die Erste Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrsordnung in Kraft getreten. Sie schafft Klarheit darüber, wann und wo eine Rettungsgasse zu bilden ist:

Der §11 Absatz 2 wurde wie folgt geändert: „(2) Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

 

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