Mittwoch, 26. Juli 2017

Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungsdienst nimmt zu

31. Januar 2017 von  

Bremerhaven (HB)  – Am Sonntag war mal wieder so weit: Ein 23-jähriger Mann hat einen Feuerwehrmann bei Bremerhaven niedergeschlagen. Leider kein Einzelfall. Feuerwehr und Rettungsdienst fühlen sich bundesweit angesichts zunehmender Gewalt immer mehr bedroht. Eine kürzlich veröffentliche Studie liefert jetzt erstmalig belegbare Zahlen zu dem Gewaltausmaß. Es ist erschreckend.

„Gewalt gegen Rettungskräfte: Eine kriminologische Großstadtanalyse“, so heißt die Dissertation von Frau Dr. Janine Lara Dressler. Die Wissenschaftlerin hat in ihrer Doktorarbeit 1.500 Feuerwehrleute zum Thema Gewalt am Einsatzort befragt. Die Zahlen lassen aufhorchen:  So heißt es in der angeführten Studie, dass unter den befragten Feuerwehrleuten in Hamburg und Berlin bereits jeder Kamerad dreimal angegriffen wurde – und das in einem Jahr.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und des Berufsverbandes Feuerwehr (BVF) können diese Studienergebnisse Anhaltspunkte für die eigene Sicherheitslage der Rettungskräfte bieten. Auch belegt die Studie, dass nur rund 18 Prozent der Einsatzkräfte, gut vorbereitet in den Einsatz geschickt werden.

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80 Prozent der befragten Feuerwehrleute haben laut Studie das Gefühl, dass die körperliche Gewalt gegen Rettungskräfte zunimmt. DFeuG und BVF unterstreichen deshalb ihre Forderungen nach einer flächendecken Einführung von Deeskalationstrainings als Pflichtfortbildungen für alle Einsatzkräfte (wir berichteten).

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Kommentare

2 Kommentare zu “Gewalt gegen Feuerwehr und Rettungsdienst nimmt zu”
  1. Ich denke, man muss hier auch innerhalb der Kameradschaft aufklären.
    Viele Feuerwehrangehörige wissen nämlich nicht, wie man sich effektiv juristisch wehren kann.

    Es gibt im Strafgesetzbuch den § 114 („Widerstand gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen“, Link: https://dejure.org/gesetze/StGB/114.html).

    Mehrere Diskussionen mit Juristen und Polizeibeamten bestätigten mir, dass dieser Paragraf durchaus ein „schrfes Schwert“ sein kann.

    Hier wird ausdrücklich die Feuerwehr zum begünstigten Personenkreis gezählt.
    Konsequent angewandt und prominente Berichterstattung in den Medien/Nachrichten kann helfen, die Fallzahlen zu senken.

    Vorausgesetzt:
    1.) Es wird konsequent angezeigt (Hier auch Schulung der FF notwendig)
    2.) Die Gerichte urteilen entsprechend hart
    3.) Es wird darüber berichtet

    Kommt alle gesund von Euren Einsätzen wieder!
    Kameradschaftliche Grüße
    Markus Kafurke

  2. Chris sagt:

    Liebe Rettungskräfte,

    mein Name ist Chris und ich bin neben meinem Job als Exam. Krankenpfleger auch Coach fürAntigewalt und Deeskalationstraining falls ihr Interesse habt ich biete speziell nur für Rettungskräfte wie Rettungsdienst und Feuerwehr Fortbildung im Bereich Deeskalation an . Hier meine Adresse http://www.deeskalations-akademie.de. Ich wünsch euch allen da draussen das ihr unbeschadet wie der vom Einsatz nach Hause kommt. Beste grüße Chris

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