Mittwoch, 22. März 2017

Feuerwehrmann rettet Baby per Telefon das Leben

Düsseldorf – Ein Leitstellendisponent der Feuerwehr Düsseldorf hat am Montag einem drei Tage alten Säugling das Leben gerettet. Das Baby bekam keine Luft mehr. Der Feuerwehrmann und Sanitäter half per Telefon-Reanimation.

„Mein drei Tage altes Baby ist ganz blau im Gesicht“, waren laut Feuerwehr die ersten Worte der Frau, als sie am frühen Abend die Leitstelle verständigte. Der 42-jährige Disponent, der den Anruf entgegengenommen hatte, erkannte den Ernst der Lage und reagierte sofort.

Der ausgebildete Notfallsanitäter forderte die Mutter auf, den Lautsprecher des Telefons einzuschalten und ihr Kind mit dem Rücken auf einen Tisch zu legen. Danach erhielt die Frau eine klar strukturierte Anleitung, wie sie ihrem Kind helfen konnte.

Zeitgleich zu den lebensrettenden Maßnahmen waren bereits ein RTW und ein Notarzt auf dem Weg zu der Familie. Nach der ersten Beatmung der Mutter fragte der Notfallsanitäter, ob das Baby wieder atmete.

FM01_2017_TitelDie Berufsfeuerwehr Düsseldorf hat sich in den letzten 20 Jahren enorm entwickelt. In den 1990er Jahren mussten die Einsatzkräfte teils mit überalterten und schlecht ausgestatteten Fahrzeugen ausrücken. Heute gelten viele technische Lösungen aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt als wegweisend. Wir stellen die BF in einer Reportage im Feuerwehr-Magazin 1/2017 ausführlich vor.

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„Nein, aber die Hand bewegt sich“, lautete die Antwort der jungen Mutter. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und Notarztes blieb der 42-Jährige weiter am Telefon, um den Zustand des Säuglings zu überwachen.

Bei Ankunft der Rettungskräfte atmete das Kind bereits wieder selbstständig. Nach der Erstversorgung brachten die Rettungsdienst-Mitarbeiter Kind und Mutter zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus.

Dort wird das Neugeborene weiterhin behandelt. Es befindet sich außer Lebensgefahr, teilte die Feuerwehr Düsseldorf mit.

Symbolbild_Leitstelle_Patzelt

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes und Notarztes blieb der 42-Jährige weiter am Telefon, um den Zustand des Säuglings zu überwachen. Symbolfoto Leitstelle: Christian Patzelt.

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