Mittwoch, 18. Januar 2017

Zimmerbrand: Mann springt in Sprungpolster

17. August 2015 von  

Ratingen (NW) – Dramatische Lage für die Feuerwehr Ratingen (Kreis Mettmann) am Sonntagmorgen. Als sie am Einsatzort eines gemeldeten Zimmerbrandes eintraf, stand ein Mann am Fenster einer brennenden Oberwohnung. Er befand sich durch Rauch und Hitze in akuter Lebensgefahr. Für eine schnellstmögliche Rettung kam ein Sprungpolster zum Einsatz, in das der Mann erfolgreich sprang.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Ratingen haben das Sprungpolster nach damit durchgeführter Menschenrettung wieder eingerollt. Foto: Feuerwehr Ratingen

Einsatzkräfte der Feuerwehr Ratingen haben das Sprungpolster nach damit durchgeführter Menschenrettung wieder eingerollt. Foto: Feuerwehr Ratingen

Am frühen Morgen war das Feuer in einer Dachgeschosswohnung eines zweigeschossigen Mehrparteienhauses ausgebrochen. Der 24 Jahre alte Bewohner flüchtete sich ins Badezimmer, war dort aber von Feuer und Qualm eingeschlossen. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte der Feuerwehr erkannten sofort den Ernst der Lage.

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Die ersten zehn Kräfte der Berufsfeuerwehr waren bis zur Ankunft der freiwilligen Wehren Mitte, Tiefenbroich und Lintorf auf sich alleine gestellt und hatten mit der vorgefunden Lage allerhand zu tun. Während zwei Atemschutztrupps durch das innenliegende Treppenhaus vorgingen, brachten die übrigen Kräfte ein Sprungpolster (auch Sprungretter genannt) unter dem Badezimmerfenster in Stellung. Der Mann konnte die lebensbedrohliche Situation in der Brandwohnung nicht länger aushalten und ließ sich in das Sprungrettungsgerät fallen.

Der Rettungsdienst übernahm die Versorgung vor Ort und den Transport in eine Spezialklinik. Dort musste der Patient mit einer Rauchgasvergiftung in einer Druckkammer behandelt werden. Das Feuer löschten die Feuerwehrleute mit zwei C-Rohren ab.

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