Samstag, 10. Dezember 2016

Yacht in Flammen: Fähre als Löschboot genutzt

Düsseldorf – Am Freitag geriet mitten auf dem Rhein bei Düsseldorf eine Motoryacht in Brand. Die dreiköpfige Besatzung sprang in den Fluss und schwamm ans Ufer. Um an das brennende Boot zu gelangen, bediente sich die Feuerwehr einer Rheinfähre. Die Fähre wurde kurzerhand zum Löschboot umfunktioniert, in dem mehrere Löschfahrzeuge auf das Schiff fuhren und von dort die Brandbekämpfung einleiteten.

Zwei 45-jährige Männer und ein zwälf Jahre alter Junge waren nachmittags mit ihrem Boot auf dem Rhein unterwegs. In Höhe des Fähranlegers Herzogenrath brach im Inneren der Motoryacht ein Feuer aus, welches sich schnell ausbreitete. Dem Trio blieb nur der Sprung über Bord. Die drei schwammen an das linksrheinische Ufer. Von der Selbstrettung wussten die inzwischen angerückten Einsatzkräften jedoch zunächst noch nichts. So wurde ein Großaufgebot zur Suche alarmiert. Als Erstmaßnahme brachte die Feuerwehr mehrere Fahrzeuge auf eine Rheinfähre. Mit dem behelfsmäßigen Löschboot näherten sich die Feuerwehrleute der 10-Meter-Yacht. Diese stand mittlerweile komplett in Flammen, als die Feuerwehr mit der Brandbekämpfung begann.

Brand einer Yacht auf dem Rhein. Foto: Feuerwehr Meerbusch

Brand einer Yacht auf dem Rhein. Foto: Feuerwehr Meerbusch

Während der Löscharbeiten löste sich dann der Anker des Sportbootes, es trieb ein Stück stromabwärts. Das Rettungsboot der Löschgruppe Wittlar konnte aber schnell eine Leinenverbindung herstellen und das ausgebrannte Wrack zum Fähranleger schleppen. Dort setzten weitere Einsatzkräfte die Brandbekämpfung fort. In der Zwischenzeit hatten auch die drei Personen auf sich aufmerksam gemacht. Sie wurden von der Feuerwehr Meerbusch betreut und rettungsdienstlich von der Besatzung eines Rettungshubschraubers aus Duisburg versorgt.

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