Samstag, 10. Dezember 2016

Wohnungsbrand in Hamburg: 18 Menschenleben in Gefahr

Hamburg – Am Dienstagmorgen brach ein Feuer in einer Erdgeschoss-Wohnung eines 5-stöckigen Mehrfamilienhauses im Hamburger Stadtteil Veddel aus. Der Fluchtweg über das Treppenhaus war nicht passierbar. 18 Bewohner mussten über Leitern durch die Feuerwehr Hamburg in Sicherheit gebracht werden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich der Rauch aus der Brandwohnung bereits in das Treppenhaus ausgebreitet. Für die Bewohner der darüber liegenden Wohnungen war der Fluchtweg somit abgeschnitten. Sie flüchteten an die Fenster und auf ihre Balkone. Mit Hilfe einer Drehleiter und mehrerer tragbarer Leitern retteten die Einsatzkräfte 18 Personen aus ihren Wohnungen.

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Notärzte und Rettungsdienst versorgten 12 Bewohner, darunter zwei Kleinkinder, noch an der Einsatzstelle. Anschließend wurden sie mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.

Insgesamt kamen zur Brandbekämpfung drei C-Strahlrohre im Innen- und Außenangriff zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde konnte der Brand gelöscht werden. Die Feuerwehr Hamburg war mit 70 Kräften in den Einsatz eingebunden.

Durch die starke Verrauchung und den entstandenen Brandschaden musste das gesamte Gebäude für unbewohnbar erklärt werden. Die unklare Brandursache war Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.

Kurz nach dem Einsatz kam Kritik der Bewohner auf. Die Feuerwehr habe zu lange bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle gebraucht. Ein Sprecher der Feuerwehr betonte jedoch, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfristen eingehalten wurden.

Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann

Symbolfoto Feuerwehr Hamburg. Foto: Timo Jann

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