Donnerstag, 8. Dezember 2016

Wohnungsbrand: Frau rettet sich auf Fensterbank

Wilhelmshaven (NI) – Am Freitagabend werden die Berufsfeuerwehr Wilhelmshaven sowie die Freiwillige Feuerwehr Rüstringen zu einem Wohungsbrand im Allensteinweg in den Stadtteil Fedderwardergroden gerufen. Als die ersten Kräfte eintreffen, bietet sich ihnen ein dramatisches Bild: Im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses sitzt eine Frau in einem offenen Fenster auf der Fensterbank. Hinter ihr und durch ein benachbartes Fenster dringt Rauch aus der Wohnung. Der Einsatzleiter lässt sofort das Sprungpolster vornehmen. Zeitgleich macht sich ein Angriffstrupp über das Treppenhaus auf den Weg in die Wohnung.

Dramatische Situation beim Eintreffen der Feuerwehr: Ein Frau sitzt außen auf dem Fensterbett ihrer brennenden Wohnung. Die Feuerwehr bringt ein Sprungpolster in Stellung. Foto: Preuschoff

Dramatische Situation beim Eintreffen der Feuerwehr: Ein Frau sitzt außen auf dem Fensterbett ihrer brennenden Wohnung. Die Feuerwehr bringt ein Sprungpolster in Stellung. Foto: Preuschoff

Die Frau sitzt bei Temperaturen um den Gefrierpunkt bereits mit beiden Beinen außerhalb des Raumes und versucht, das Gleichgewicht zu halten. Mit der Drehleiter ist das Fenster nicht zu erreichen. Das Haus steht quer zu der Sackgasse, der Abstand zu dem Fenster und der möglichen Aufstellfläche ist zu groß.

Ein Feuerwehrmann betreut die Frau von außen, während der Angriffstrupp ihr eine Fluchthaube aufsetzt. Foto: Preuschoff

Ein Feuerwehrmann betreut die Frau von außen, während der Angriffstrupp ihr eine Fluchthaube aufsetzt. Foto: Preuschoff

Neben dem Löschzug der Berufsfeuerwehr und dem Löschfahrzeug der Freiwilligen sind auch ein Rettungswagen der Feuerwehr, ein Rettungswagen des ASB sowie das Notarzt-Einsatzfahrzeug vom Klinikum Wilhelmshaven vor Ort. Als der Angriffstrupp die Frau erreicht, wird ihr eine Fluchthaube aufgesetzt. Zugleich wird am Hause eine Steckleiter angestellt. Über diese kann die Frau, begleitet von einem Feuerwehrmann, schließlich in Sicherheit gebracht werden. Mit Verdacht auf Rauchvergiftung wird sie dem wartenden Rettungsdienst übergeben.

In einer Nachbarwohung wartet derweil eine weitere Frau auf ihre Rettung, Ihr ist der Weg nach unten durch den Rauch im Treppenhaus versperrt. Freiwillige Feuerwehrleute betreuen sie auf dem rückwärtigen Balkon ihrer Wohnung. Vor dem Haus beginnen Feuerwehrleute mit der Belüftung des Treppenraumes. Dann kann auch die zweite Bewohnerin unbeschadet das Haus verlassen. Der Angriffstrupp hat in der Zwischenzeit den Brandherd lokalisiert und das Feuer gelöscht.

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