Sonntag, 28. Mai 2017

Schneller Flammenüberschlag bei Schlossbrand

12. Januar 2017 von  

Altmünster (Österreich) – Durch eine weggeworfene Zigarette am Schloss Ebenzweier in Altmünster entwickelte sich am 9. Mai 2016 einer der größten Brände der Nachkriegsgeschichte in Oberösterreich. 52 Stunden lang kämpften insgesamt 500 Einsatzkräfte gegen die Flammen.

Es ist 12.44 Uhr, als die Freiwillige Feuerwehr Altmünster (Bezirk Gmunden, Oberösterreich) am Montag, 9. Mai, zu einem Brand alarmiert wird. Das Einsatzstichwort lautet „Brand, Baum, Fluren Böschung“. Weil es sich um einen kleinen Brand handelt, wird zunächst nur die FF Altmünster alarmiert. Rund 35 Kräfte rücken mit Kommandofahrzeug (KDOF), Tanklöschfahrzeug (TLF-A) 4000/200, Vorausrüstfahrzeug (VRF), Schwerem Rüstfahrzeug (SRF), Teleskopmastbühne (TMB) 23-12 und Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) aus. Das Feuer züngelt jedoch an der Säule bis zum Giebel empor und breitet sich unter der Dachhaut aus. Beim Eintreffen der Feuerwehr ist das Gebäude komplett geräumt.

Das Feuer breitet sich bis zum Dachstuhl aus. Weil der Giebel an dieser Stelle für die Feuerwehr schwierig zu erreichen ist, züngeln die Flammen unter die Schindeln. Auf dem trockenen Dachboden mit Jahrhunderte altem Holz findet das Feuer reichlich Nahrung.

Die Grafik zeigt eine frühe Einsatzphase: Foto: Feuerwehr-Magazin / Jung

Die Grafik zeigt eine frühe Phase nach dem Brandausbruch. Erst vier Fahrzeuge sind vor Ort und in Stellung gebracht: direkt an der Brandausbruchsstelle ein Schweres Löschgruppenfahrzeug (SLF-A), ein Tanklöschfahrzeug (TLF-A) 4000/200 sowie eine Drehleiter (DLAK) 23/12 und die TMB 23-12.

FM_01_2017_TitelFeuerwehr-Magazin-Ausgabe 1/2017

Lesen Sie im Januar-Heft den kompletten Einsatzbericht über den größten Brand in der österreichischen Nachkriegsgeschichte. Der Schlossbrand in Altmünster (Österreich) hat den Feuerwehren all ihr Können abverlangt.

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Mit den beiden Hubrettungsfahrzeugen versuchen die Kräfte, die Flammen einzudämmen. Aber die Brandausbreitung geht zu schnell und das Wasser reicht zu Beginn des Einsatzes nicht aus. Fast der gesamte Dachstuhl sowie das darunter liegende Geschoss werden fast völlig zerstört. Wie wärt Ihr vorgegangen? Schickt uns Eure Vorschläge.

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Dach vom Schloss Ebenzweier in Vollbrand. Foto: Kerschbaumayr / fotokerschi.at

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