Montag, 5. Dezember 2016

Verkehrsunfall: Feuerwehr schafft Zugang für die Rettung

7. Januar 2016 von  

Geesthacht (SH) – Zur patientengerechten Rettung forderte der Rettungsdienst nach einem Verkehrsunfall am Mittwochabend auf der Bundesstraße 5 im Stadtzentrum von Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) die Freiwillige Feuerwehr an.

Zwei Menschen wurden bei dem Unfall gegen 19 Uhr auf der B 5 schwer verletzt. Weil das alarmierte Notarzt-Team bei einem 47-jährigen Verunfallten Wirbelsäulenverletzungen vermutete, forderten die Rettungskräfte gegen 19.30 Uhr die Feuerwehr zur schonenden Rettung des Mannes aus seinem Kombi an.

Mit schwerem Gerät wird ein Zugang zur Rettung geschaffen. Foto: Timo Jann

Mit schwerem Gerät wird ein Zugang zur Rettung geschaffen. Foto: Timo Jann

„Es ging für uns darum, bei der Rettung des Mannes keinen weiteren Druck auf die Wirbelsäule zu verursachen, um mögliche Verletzungen nicht noch zu verschlimmern“, berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Ingo Schwarz. Er ließ deshalb die B-Säule und die hintere Tür des Pkw mit einer hydraulischen Rettungsschere entfernen. Schwarz: „Das bietet sich bei viertürigen Fahrzeugen an. Durch diese breite Öffnung hatten wir dann genug Platz, um den Mann vorsichtig auf ein durch den Kofferraum eingeschobenes Rettungsbrett zu legen und ihn behutsam aus dem Auto heben zu können.“

Bild1_FM_eDossier2015_PSA bei VerkehrsunfaellenIn unserem eDossier „Persönliche Schutzausrüstung bei Verkehrsunfällen“ zeigen wir auf, auf welche Schutzausrüstung Feuerwehrleute bei Verkehrsunfällen achten müssen. Warnweste, Schutzbrille, Infektionshandschuhe, für die Technische Hilfeleistung (THL) Handschuhe, Handlampe, persönliche Werkzeuge – alles da? Das eDossier kann hier heruntergeladen werden. 

Nach Polizeiangaben wollte gegen 19 Uhr eine 39-jährige Pkw-Fahrerin aus Geesthacht Richtung Innenstadt einbiegen. Dabei übersah sie vermutlich den Pkw des 47-jährigen Lauenburgers. Das Fahrzeug des Mannes rammte den von der Frau gesteuerten Pkw in Höhe der Hinterachse und schleuderte diesen auf die Gegenfahrbahn. Der 47-Jährige kam nach seiner Rettung gegen 20 Uhr ins Johanniter-Krankenhaus. Dorthin brachte ein Rettungswagen auch die Unfallverursacherin.

Die FF Geesthacht war mit einem Kommandowagen (KdoW), zwei Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugen (HLF) 20, einem Löschgruppenfahrzeug (LF) 20, einem LF 16/12 und einer Drehleiter (DLAK) 23/12 im Einsatz. Nach der Rettung der Verletzten halfen die Kameraden noch beim Räumen der Unfallstelle.

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