Samstag, 10. Dezember 2016

Unwetter: Bundeswehr unterstützt in Düsseldorf

12. Juni 2014 von  

Düsseldorf – Nach dem schweren Unwetter in Nordrhein-Westfalen unterstützen seit Donnerstag etwa 200 Soldaten die Feuerwehr bei der Beseitigung von Unwetterschäden in Düsseldorf. Das Pionierregiment 100 reiste mit schwerem Gerät an und wird nach aktuellen Planungen bis Sonntag in der Landeshauptstadt helfen. 50 Fahrzeuge, inklusive Räumungspanzer, kommen zum Einsatz.

Am Donnerstagmorgen war außerdem bereits überörtliche Feuerwehrunterstützung aus dem Regierungsbezirk Arnsberg eingetroffen und übernahm einen Einsatzabschnitt. Die 150 Feuerwehrleute brachten zusätzliche Drehleitern mit, um die vielen losen Äste in den Baumkronen zu entfernen.

Zahlreiche Straßen sind zurzeit noch nicht freigeräumt. Die Feuerwehrkräfte haben sich in den letzten Tagen, gemeinsam mit dem Gartenamt, der Awista, den Stadtwerken, dem THW, der Rheinbahn und den Hilfsorganisationen zunächst um alle wichtigen Straßen gekümmert. Schneller als erwartet konnten diese wieder befahren werden. Auch die Rheinbahn kann seit Donnerstag ihren Fahrbetrieb bis auf wenige Ausnahmen wieder ausführen.

Die Bundeswehr wird, geführt von Obersleutnant Wehrend und Major Thiele, in der ganzen Stadt zum Einsatz kommen. Seitens der Feuerwehr wird dringend darauf hingewiesen, dass Schaulustige nicht nur den Einsatzablauf verzögern, sondern sich auch in Gefahr bringen können.

Weiterer Artikel zum Thema:

Die Düsseldorfer Wälder und Parks sind von den Helfern unterdessen noch nicht freigeräumt. Es wird abgeraten, sich dort aufzuhalten, da immer noch loses Geäst aus den Baumkronen herab stürzen kann. Auch seien Absperrungen, die teils nur mit Flatterband angezeigt sind, unbedingt ernst zu nehmen.

In den Nachtstunden haben sich bei den Arbeiten zwei weitere Einsatzkräfte leicht verletzt. Somit erhöht sich die Zahl der verletzten Helfer auf sieben. Alle konnten nach einer ambulanten Behandlung nach Hause entlassen werden.

Die Bundeswehr rückt auch mit Panzern nach Düsseldorf an. Das Symbolfoto zeigt einen Pionierpanzer "Dachs". Foto: Gloria Axthelm/Bundeswehr

Die Bundeswehr rückt auch mit Panzern nach Düsseldorf an. Das Symbolfoto zeigt einen Pionierpanzer „Dachs“. Foto: Gloria Axthelm/Bundeswehr

Kommentare

6 Kommentare zu “Unwetter: Bundeswehr unterstützt in Düsseldorf”
  1. Enrico Frenz sagt:

    Super Sache. Die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und den Mindener Jungs beim Elbehochwasser 2014 in Dömitz werde ich nie vergessen. Sie werden auch in Düsseldorf hervoragende Arbeit leisten.

  2. Enrico Frenz sagt:

    2013 natürlich. 🙂

  3. jean sagt:

    schön das immer über alle anderen berichtet wird aber nicht über uns aus Essen uns hat es auch verdammt hart getroffen, hier geben sich die Feuerwehr und THW Bereitschaften die Klinke in die Hand und wir rollen auch fast permanent seit Montag Abend, aber wir werden scheinbar vergessen.

  4. Stubenviech sagt:

    Das die Bundeswehr bei Katastrophenfällen unterstützt ist sicherlich sinnvoll. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist dies aber nicht Aufgabe der Bundeswehr, da dies den berühmt berüchtigte Einsatz im Inneren darstellen würde. Die Tätigkeit der Bw erfolgt folgerichtig nur über die „Hintertür“ der Amtshilfe gemäß des §35 Grundgesetz. In meinen Augen ist es wünschenswert, wenn für den Bereich des Katastrophenschutzes der Einsatz der Bw erlaubt werden würde, da sie dann auch entsprechend eingeplant, ausgerüstet und beübt werden könnte. Es ist aus meinen Augen, auch angesichts der angespannten Finanz- und Personallage, an der Zeit dieses „heiße Eisen“ einmal ohne ideologische Scheuklappen anzufassen, schließlich geht es um unser aller Sicherheit und nicht zuletzt auch um Steuergelder.

  5. Christof sagt:

    Sicherlich ist jede Einsatzkraft von Feuerwehr, THW, HiOrgs und Bundeswehr eine Bereicherung für die Beseitigung der Sturmschäden. Jedoch frage ich mich, ob die Bergepanzer die richtige Fahrzeuge für diesen Fall sind? Ist der Flurschaden anschließend nicht viel größer?

  6. jean sagt:

    Sicherlich ist nicht in jedem Fall ein Bergepanzer praktisch, allerdings
    kann man Manpower gut gebrauchen, denn auch nach über einer Woche kommen wir
    regulären Freiwilligen Einsatzkräfte noch nicht zur Ruhe…
    Wenn man dann noch liest die BW wird in Essen nicht eingesetzt weil das ja nur zum aufräumen wäre und nicht umgefahren zu beseitigen. Momentan kann man keinen Park gefahrlos betreten, da die noch nicht geräumt sind, kann hier wenn ich nicht im Dienst bin nicht mehr gescheit Gassi gehen mit den Hund, aber für ähnliche Sache in Düsseldorf die BW eingesetzt wird, dann denk ich mir ich leb in ner verkehrten Welt wo mal wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.
    Düsseldorf, da sind die gleichen Sachen eine Gefahr und kein Aufräumen,
    aber in Essen sind Gefahren keine Gefahren sondern Aufräumen und das kann auch weiterhin auf den Rücken der Freiwilligen Feuerwehrleute ausgetragen werden… Mein Fazit Schnautze voll, zumal es kein Wort des Dankes von Oben gibt…
    Die Stadt Essen wird schon noch merken das sie in Zunkunft noch mehr ehrenamtliche Kräfte verlieren wird, denn auf Mangelverwaltung und Dauereinsatz für lau, werden sicherlich nicht mehr alle Bock haben, wobei dies gilt mit Sicherheit auch für andere Städte in NRW.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!